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Rauchpatronen von Pyroweb.de für Modell-Segelkunstflug

Die Frage von meinem Arzt: Rauchen Sie ?

 Muss ich jetzt immer mit „ja“ beantworten, aber nur auf dem Flugplatz!

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Geht es um Rauchpatronen für Segelkunstflugmodelle ist zweifelsohne der Name Klima-Raketenmodellbau  ein Begriff. Die Suche nach etwas Neuem ist nicht unbegründet, da der Konfektionierungsaufwand für einen Satz, bestehend aus 4 Klima Patronen nicht zu unterschätzen und mit einiger „Sauerei“ verbunden ist. Viele Piloten scheuen zu Recht den Aufwand und ärgern sich reichlich, bis es dann für ein paar Minuten raucht. International gesehen sind mir noch 2 funktionierende Rauchkörper bekannt. Das eine sind die von den Schweizern geflogenen, das andere von Gernot Bruckmann vertriebenen Rauchpatronen. Diese haben unterschiedliche Formen und Größen und sind in der Rauchmenge zwei Klimapatronen zusammengezündet deutlich überlegen. Leider gilt das auch für den Preis welcher sicher bei den Regionalwettbewerben und einmal jährlich stattfindenden DM nicht so ins Gewicht fällt. Fliegt man aber häufiger bei Schauflugveranstaltungen, Flugtagen und Wettbewerben wird es schnell zu Investitionen, die die meisten Modellflieger für ein neues kleineres Flugzeug ausgeben.

Bei Gesprächen auf dem Flugplatz erhielt ich einen Tipp, den ich dann verfolgte und damit einige Monate Test und -Entwicklungszeit verbrachte. Anfänglich hatte ich den Gedanke die Patronen selbst zu stopfen. Dieses scheiterte an den extrem großen Rauchmengen die man bei Geschwindigkeiten von mehr als 150 km/h benötigt um noch einen einigermaßen gleichbleibenden Streifen am Himmel zu zaubern.  Weitere Versuche vorhandene Rauchmittel in größere Gefäße zu verfrachten scheiterten ebenfalls…. diese verbrannten nicht mehr gleichmäßig und stetig.

Ziele der Entwicklung:

-stärkere Rauchentwicklung (als bei 2 Klima)

- weniger Konfektionierungsaufwand

- weniger oder besser, keine Sauerei

- geringere Kosten

- 100% ige Funktionalität

Erreicht habe ich alle Punkte. Weiterhin kamen mehrere entscheidende unerwartete Punkte dazu. Es ist möglich, die Farben während eines Fluges gezielt zu verändern und damit neue Akzente zu setzen. Es ist möglich, mit geringem Aufwand die Brenndauer zu bestimmen und damit auch die Kosten zu steuern. Währen der ganzen Entwicklung habe ich hunderte Euros in den Wind geblasen. Rausgekommen ist, wie immer die einfachste Variante.

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Man nehme ein handelsüblichen Ultra Rauchtopf in rot, grün, gelb, pur pur oder einer anderen angebotenen Farbe verbinde diese mit einen elektrischen Zünder der ebenfalls bei www.pyroweb.de zu erhalten ist und fertig ist das Ganze.  Die Vorteile dieser Rauchtöpfe liegen in der konfektionierten Lieferung inkl. Zündschnur. Bei dieser Standardausführung kommt man nicht mit dem Rauchmittel in Verbindung. Also keine Sauerei!

Optionen:

Gewichtsreduzierung;  vorne und hinten die Pappröhren abschneiden, diese ist mit einer Kreis oder-Bandsäge leicht zu bewerkstelligen. Weiterhin schleife ich die Papprohre auf einen kleineren Durchmesser ab, der dann in meine speziell gefertigten Halterungen passt. Die Papprohre erhitzen sich nicht so sehr sodass ich auch Halterohre aus leichten Kunststoffrohren nutzen kann, leere abgeschnittene  Silicon Kartuschen waren die Lösung.

Rauchzeitverlängerung und ggf. Farbveränderung: die handelsübliche Pyroweb Patrone brennt ca. 90 Sekunden das reicht aber nicht immer aus. Deshalb die Patronen mit der Bandsäge sauber trennen und in der Länge mit Sekundenkleber und Aktivator wieder zusammenkleben. Da das Rauchpulver sehr stark verpresst und hart ist, sind Handschuhe nur noch eine Option!

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Nun noch ein Hinweis zum Anbringen des elektrischen Zünders. Wie auf einem Bild zu sehen verbinde ich die Zündschnur mit dem Zünder nur mit einem kleinen Stück Schrumpfschlauch (Achtung! nur ganz kurz erwärmen nicht zu heiß sonst raucht es im Keller!) Wer sicher gehen möchte kann auch ein 2cm langes Stück handelsüblicher Zündschnur erst mit dem Zündplättchen verschrumpfen und danach mit der fertig integrierten Zündschnur zusammenfügen, hier reicht einfaches Papierklebeband oder sonstiges. Achtet dabei darauf dass die dünnen Stege am Zündplättchen nicht zusammengedrückt werden, sonst raucht es eben auf dem Platz auch nicht! Ich habe die Erfahrung gemacht, das wenn man das Zündplättchen mit der Zündschnur mittels Klebeband umwickelt es oft zu einer Explosion der Elemente kommt als zu einer Zündaktion. Die Enden des elektrischen Zünders versehe ich immer mit einem normalen Uni Stecker dieser verbindet sich dann ganz ohne Hilfsmittel mit meinen ja schon in einem anderen Bericht veröffentlichten  Rauchpatronenhalter inkl. integrierter  M-Link Empfängertechnik.

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Viel Spaß beim Rauchen,

Ulf Reichmann

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