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Acrokopf

Erstflug SZD 59   D-1199

Das Osterwochenende hatte nicht nur Graupel, Regen und Schnee im Gepäck sondern zuweilen auch gar Sonne und ideale Einflugbedingungen.

Grund genug, endlich meinen neuen SZD 59 in die Luft zu befördern und wo geht das besser als auf unserem Golfplatzrasenflugplatz beim Heimatverein FME Erkelenz e.V, der übrigens in diesem Jahr analog zum DMFV auch seinen 40. Geburtstag feiert. (www.fme-erkelenz.de)

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Als mich mein Sohn Fabius am Abend fragte, ob ich sehr nervös war, überlegte ich kurz und konnte mich in der Tat nicht erinnern, es gewesen zu sein – klar hat man eine gewisse Anspannung und wartet darauf, das etwas schief geht und wenn will man gar nicht daran denken, einen Notfallplan abzuspulen – aber es lag wohl eher daran, das es mal wieder nicht nötig war, sich darum Gedanken zu machen, bereits im F-Schlepp zeigte sich, der SZD läuft wie erwartet auf Schienen und so konnte ich die Ausklinkhöhe gar nicht abwarten, um ein kleines Testprogramm da oben abzufliegen. 

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Mir ging es darum, recht schnell ein “SetUp” für den Segelkunstflug zu ertasten und natürlich hilft es hierbei, wenn man die Programmdaten des ersten SZD 59 ebenfalls einfach zugrundelegt. Somit passte es schon ganz gut – hier kann ich aus Erfahrung sagen, es hilft ungemein, sich zuvor bei der Programmierung einige Gedanken mehr zu machen, was Differenzierung der Querruder, das Zumischen des Höhenruders zu den Landeklappen etc. angeht.

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Nach erfolgreicher Landung wollten die Acrorandbögen endlich zeigen, was in Sachen Segelkunstflug im Winter alles „eingerostet“ war und wer glaubt mit einem neuen Modell fliegt man das Programm „mal eben“, - der irrt …

Klar fliegt der SZD wunderschöne Figuren, nur das mit der Mitte und den passenden Raumeinteilungen bedarf dann schon ein wenig Training und dazu dient dann ja auch das Trainingslager Mitte April in Hammersbach.

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Dieser SZD 59 fliegt sehr leichtfüßig, das mag am neuen Gewicht von 14.380 Gramm in der Acroversion liegen und erfordert gerade beim Landen einen gefühlvollen Umgang mit den Klappen. Wie ?  … leichter als mein weisser SZD 59 und das soll schwieriger zum Landen sein – Ich will es so formulieren, ein schwerer SZD 59 kommt „satt“ eingeschwebt daher und man kann ihn schön angestellt sauber auf das Rad setzen, ein leichter SZD 59 kommt „leicht“ daher und das Anstellen erfordert einen sensiblen Umgang mit den Klappen, denn bei vollem Ausschlag bremst dann mehr als schieben kann und daher kann ich einem Neueinsteiger auf diesem Modell empfehlen, die Klappen auf 50% zu reduzieren, das reicht allemal und man ist stets auf der sicheren Seite.

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Es macht nach wie vor einen Riesenspaß, mit diesem Modell seine Bahnen zu ziehen, einen solchen sauberen Streckenflug wünscht sich jeder Pilot und das Landen mit dem Anstellen des Fliegers ist das Salz in der Suppe.

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Ich danke Heiko Baumgärtner für dieses Konzept und seine Bausatzausführung, allen voran Jochen Moeckel für seine perfekte Umsetzung und seiner Liebe zum Detail bei den Bau- und Scaleumsetzungen, Ulf Reichmann für sein technisches Feedback bei den Rauchpatronenhaltern und der M-LINK Technologie und zu guter letzt Ralf Wunder für die Designumsetzung der Plotterarbeiten wie auch Holger Thoennes und Harald Sieben für das Schleppen und meinem Sohn Fabius für die gelungenen Bildaufnahmen.

Übrigens erstmalig zu Gesicht bekam ich an diesem Wochenende auch die neue Pilatus in der 6 Meter Ausführung von Ingo von der Forst, dessen Bauausführung und Umsetzung an dieser wunderschönen Pilatus B4 mal wieder seinesgleichen sucht.

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Wir sehen uns beim nächsten Acromeeting oder auf einem der vielen Treffen in diesem Jahr …

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Christoph Fackeldey

 

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