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Grüezi und Willkommen in der Schweiz, ein Beitrag von Heinz-Robert Früh (Autor des Berichts und zugleich Wettbewerbsteilnehmer)

Heinz Robert Früh

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so wurden die österreichischen und deutschen Akropiloten in der Nähe von Böttstein AG von den schweizer Gastgebern empfangen.

Die finale Anfahrt wurde durch eine kleine Stadt namens Böttstein, gefolgt von einem dichten bewaldeten  Hügel und wurde von einer 90°Kurve direkt hinter einem Maisfeld beendet. Die Piloten fanden dann einen gepflegten, aber noch,  von Thomas Hoffmann, zu präparierenden, Platz, der eigendlich von der Flugschule ALK nur zum Hubschrauberfliegen genützt wird, vor.

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Am Mittwoch wurde folglich nur noch alles für das schöne, uns noch bevorstehende, Wochenende gerichtet. Am Donnerstag konnte dann, vor einem Wald, der etwa 150m entfernt war und gefühlten , schwülen, 35°C trainiert werden. Die deutschen Piloten fuhren dann zum Teil ins benachbarte Schwimmbad und genossen die wohlverdiente Abkühlung, bevor der Donnerstag dann mit einem gemeinsamen Grillen, unter den deutschen Piloten, samt gemütlichen Beisammenseins  beendet wurde.

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Freitag, der erste Wettbewerbstag begann für die Piloten schon gegen 9:00Uhr morgens.

Das gemeinsame Briefing wurde rasch abgehalten, so dass es gleich mit der bekannten Pflicht der Sportklasse losgehen konnte.

Die Punktrichter waren die Ärmsten, denn die Temperaturen sind nicht gefallen und die Sonne stach bis zum Abend unentwegt. Und trotzdem haben sie diszipliniert und mit einem wachen Auge drei Durchgänge in der Sportklasse und ebenso viele in der Internationalen Klasse gepunktet.

Direkt am ersten Wettbewerbstag duellierten sich der deutsche Ulrich Treyz und der schweizer Tim Schaerer in der Internationalen Klasse, neben zwei Schweizern und einem Österreicher in der Sportklasse.

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Pausiert wurde an diesem Tag nur wegen der Mittagspause von 12:00Uhr bis 13:30Uhr. Aber zu dieser Zeit konnte man Florian Vogelmann mit seinem Easyglider in Ameisenkniehöhe die Konturen des schönen Geländes abfliegen sehen, oder von dem Verpflegungsteam rund um Bea Schaerer sich verwöhnen lassen.

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Am Abend wurden beim Grillen und anschliessendem Lagerfeuer dann die Figuren für den nächsten Tag und andere Sachen besprochen, bis auch der letzte dann die Augen schloss und von der unbekannten Pflicht träumte.

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Nachdem es in der Nacht teils so heftig geschüttet hatte, so dass Ralf Wunder schon aus Angst vor Sturmböen, die aber definitiv nicht eintrafen,  das Vorzelt beobachtet hatte, musste noch bis ca. 10:30Uhr gewartet werden, denn die abgeregneten Wolken hingen noch um 09:00Uhr auf ca. 150M Höhe über dem Platz. Alle Piloten waren aber  morgens früh schon wieder startbereit. Zum Einstand wurden dann eine unbekannte in beiden Klassen vor der  Mittagspause geflogen. Pünktlich zur Mittagspause trieb es alle, aufgrund des einsetzenden Regens, in das große Zelt, so dass jeder genug Zeit und Motivation hatte sich die nächste Unbekannte einzuprägen.

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Genauso pünktlich, wie es angefangen hat zu regnen, hat Petrus auch auch die Schleusen zum Start des nächsten Durchganges  wieder geschlossen. In Anbetracht der Tatsache, dass die Schauerneigung am Samstag sowieso etwas höher war, der Wetterbericht einen nicht so guten Wettbewerbssonntag vorhersagte und hin oder wieder der eine oder andere Tropfen vom Himmel fiel, hat die Wettbewerbsleitung entschlossen die Küren beider Klassen noch am Samstag durchzuziehen. Mit Erfolg, so wurde der 10. SchweizerAkroPokal innerhalb von nur zwei lockeren und schönen Tagen durchgeführt. Es kann also kommen was will...

Nachdem eine kleine Gruppe deutscher Piloten wieder nach Böttstein zum Duschengefahren war, konnte man zuerst die Familie Schaerer in einem atemberaubenden Synchronflug mit ihren großen Wettbewerbsmaschinen bewundern, geschleppt wurden sie von Thomas Hoffmann, danach wurden alle Piloten nebst Anhang von den Schweizern zum Nachtessen eingeladen.

Für Walter Kirchler war es ein besonderer Tag, er wurde wieder ein bedeutendes Jahr älter.

Zwischen den Gängen und in einer Regenpause, zeigte uns, es war draussen schon recht dunkel geworden, Thomas Hoffmann mit seiner Celstar, dass nicht nur Manfred Radius im Original mit Feuerwerk umgehen kann. Im Anschluss daran machte die Flugschule ALK Nachtflüge mit Helikoptern. Nach diesen beeindruckenden Shows und nachdem der Hauptgang etwas gesackt war, wurde der Nachtisch ausgegeben. Gekrönt wurde der SAP mit einem Feuerwerk.

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Für die meisten ging es nun wieder zurück in das große Zelt, wo fast alle gemütlich beisammen saßen, tranken und tanzten, für andere wiederum auch nur in die Horizontale.

Die ganze Nacht durch hat es nur geregnet. Auch am Sonntagmorgen wollte es nicht aufgehört haben zu regnen. Es war eine träge, lustlose und auch traurige Stimmung. Der ein oder andere hatte gehofft noch ein oder zwei  Durchgänge fliegen zu können, doch je näher das Briefing kam, desto mehr waren die Koffer für die anstehende Heimreise wieder gepackt. Beim Briefing nun die Entscheidung:

Der 10. SAP ist an dem Samstag, wie auch von der Wettbewerbsleitung richtiger Weise ausgeführt, beendet worden!

Ein großes Kompliment an alle Beteiligten, Dank für und an die Organisation, Schlepper und Bewirtung! Das war ein wirklich schönes und auch wechselhaftes Wochenende.

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Dominik Georg zeigte uns mit seiner Mue-28, wo der Lack quasi noch nicht ganz trocken war, einen wunderschönen Exoten und das Meisterstück eines vorbildlichen Modellbauers!

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Das Powerschleppteam hat seinem Namen aller Ehre gemacht, so dass in den ganzen 3 Tagen regen Flugbetriebes nur ein Schleppseil gebraucht wurde, welches sich die Schlepper teilten, auch die Startabbrüche wurden insgesamt auf zwei reduziert.

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Von den Österreichern sind leider nur vier Piloten angereist. Die schweizer Garde war mit ganzen neun Piloten vertreten und Team-Germany hat mit 10 Piloten in beiden Klassen die meisten Piloten gestellt, was auch positiv hervorgehoben wurde.

-->Etwas fehlt doch noch?!

Richtig:

Während die einen weiter aufräumten und Koffer packten, kam die Sonne auch wieder zum Vorschein und so  haben die anderen die Netze und ein Zelt abgebaut, sowie den Platz von Müll befreit. Die Zwischenzeit wurde ebenso genutzt im Inneren des Haupt-Zeltes alles für die Siegerehrung samt Verlosung vorzubereiten.

Gesagt – getan: Genauso unkompliziert, wie unsere Gastgeber den Wettbewerb organisierten, so haben sie auch die Siegerehrung durchgeführt.

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Unsere Piloten haben sich wacker geschlagen:

 

Sportklasse: (von 12 Piloten)

11.Platz Rainer Vogelmann

8.Platz Ralf Wunder

7.Platz Ewald Maier

5.Platz Heinz-Robert Früh

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Inter: (von 11 Piloten)

9.Platz Dominik Georg

8.Platz Patrick Georg

7.Platz Dominik Braun

5.Platz Holger Treyz

3.Platz Florian Vogelmann

2.Platz Ulrich Treyz

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Abschliessend noch einen Dank an Florian und Rainer Vogelmann für die weiteren Fotoeindrücke und auch nochmal an Heinz-Robert Früh, der mit als wirklich supernette Geste aus der Schweiz einen kleinen SZD 59 als CNC Stanzbausatz mitgebracht hat. Ein kleines Handmodell, damit ich künftig real die Figuren trainieren kann und nicht auf meine betagte KC6 zurückgreifen muss. Übrigens kann man diese Holzmodelle über www.swissakro.ch für einige wenige “Schweizer Fränkli” beziehen.

Tolle Idee, danke nochmals für Modell, Bilder und Bericht an die oben genannten Freunde aus dem Wanderzirkus der AkroSegelkunstflug Familie ...

Und wer jetzt Heisshunger auf mehr Segelkunstflug in deutschen Landen verspürt, dem sei die in Kürze stattfindene Int. Deutsche Meisterschaft in Hülben wärmstens empfohlen, schon seit Monaten laufen bei der Familie Treyz die Vorbereitungen auf Hochtouren, was nicht zuletzt auch eine eigens dafür ins Leben gerufene Internettplattform unterstreicht. Ein tolle Informationsquelle für alle Teilnehmer und Interessenten und wer nicht nur online sonder auch live dabei sein möchte, dem kann ich nur sagen: “You are welcome ...”

Hier der LINK zur DM 2011 in Hülben:  http://www.mfg-neckartailfingen.de/dm2011/dm2011.htm

Christoph Fackeldey     Bericht: Heinz Robert Früh       Fotos:  Heinz Robert Früh   sowie Rainer und Florian Vogelmann

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