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Schleppkupplung im  Eigenbau



Schleppkupplung im Eigenbau Schleppkupplung im eingebauten Zustand

Schleppkupplung selbst gebaut und der richtige Einbau:

Schleppkupplungen gibt es in Hülle und Fülle, fast jeder Flugmodellbauhersteller bietet sie an, dieses Mal jedoch wollen wir Ihnen den Bau einer Schleppkupplung vorstellen, wie sie ich seit Jahren ausschließlich einsetze.

Zunächst die Frage, warum selber bauen ?

„Gut, in erster Linie stand die Stabilität und die Einbauform im Vordergrund, die meisten Kupplungen sind für den zentrierten Einbau in der Flugzeugnase konzipiert, ich werde nachfolgend gerne beschreiben, warum ich hier ein Kupplung verwende, die weit unterhalb der Nase platziert und eingebaut wird.

Zunächst zum Aufbau:

Die Schleppkupplung fertige ich aus einem kleinen Hartholzstück an, welches längs durchbohrt und mit einem Messingröhrchen versehen wurde. Diese wird dann nach vorne geneigt ausgeschnitten und beidseitig beplankt, entweder mit Sperrholz oder auch mit Kohlefaserplatten wie auf dem Photo ersichtlich. Der Schlitz sollte nicht breiter als 4mm sein, damit sich bei einem Ruck der gehärtete Federstahldraht nicht verbiegt, das reicht jedoch aus um ohne hinzuschauen die Schlaufe das Schleppseils schnell und problemlos einzufädeln zu können.

Durch das Messingrohr schiebt man nun einen Stahldraht mindestens 3mm Durchmesser, der letztlich auch die Schubstange zum Servoarm bildet. Dieser wird entweder am Ende etwas flach geschlagen und dann mit einem "guten" Bohrer für den Gabelkopf gebohrt, oder man lötet eine Gewindehülse an. Die Kupplung sitzt nun etwas zurückversetzt im Rumpfunterboden. Dort justiert man zunächst die richtige Position, die ich nachfolgend noch näher beschreibe und feilt eine Öffnung in den Rumpfunterboden, die bündig in die Öffnung unserer nun fertiggestellten Kupplung mündet, dort wird später das Seil eingefädelt und die Schubstange des Servos nimmt die Schleppseilschlaufe somit korrekt auf. Ganz wichtig ist, dass die Schubstange des Servos in einer Flucht mit Kupplungsstange verläuft!

Die Kupplung wird nun fest verklebt und je nach Modellgrösse entsprechend verstärkt. Zuvor sollte die leichtgängige  Funktion geprüft werden. Eine extrem sichere und vor allem auch noch preisgünstige Methode, der Materialaufwand liegt bei 1,50 Euro und das Material lässt sich vorab nach Rumpfgrösse und Formgebung variabel gestalten.

Warum sitzt die Kupplung etwas zurückversetzt ?

Nun heißt es ja immer so schön der Segler sollte einwenig höher als die Schleppmaschine  fliegen  um diesen nicht "auf dem Höhenleitwerk zu liegen".

Baut man die Kupplung etwas zurückversetzt ein so erleichtert man dem Segler das Übersteigen des Schleppers ohne das die Rumpfnase immer etwas nach unten gezogen wird.

Oft sieht man ein Aufschaukeln über die Querachse des Seglers wenn dieser zu hoch hinter her fliegt, oder die Schleppmaschine zu wenig steigt. Am günstigsten gestaltet es sich wenn der theoretische Winkel des Schleppseils in den Schwerpunkt des Seglers mündet. Dies alles begünstigt ein sicheres  Schleppen, vor allen in großen Höhen wo keiner genau weiß wie hoch der Segler fliegt.......

Ulf  Reichmann

 

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