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Tipps rund um den F-Schlepp

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Schleppgas richtig einstellen

Zunächst blicken wir wieder einmal zu den manntragenden Kollegen, die setzen langsam aber stetig Vollgas und der Schlepp kann beginnen. Wieder einmal haben wir es da ein wenig schwerer, natürlich gibt es auch in Modellfliegerkreisen viele Piloten, die Vollgas beim Schlepp geben, nach dem Motto, schnell hoch mit dem Gespann, ohne Frage auch eine völlig legitime Möglichkeit, Seglerschlepp zu betreiben. So manches schwächer motorisiertes Schleppflugzeug wird auch motorenbedingt Vollgas geben müssen um überhaupt auf Höhe zu kommen, zum einen mag es an einer schweren Last dahinter liegen, zum anderen vielleicht auch bedingt durch eine schwächere Motorisierung. Oftmals jedoch sind die Schleppmaschinen im Vergleich zu den manntragenden Vorbildern übermotorisiert und wer mal mit dem Gedanken spielt, an einer Meisterschaft oder einem regionalen Wettbewerb mitzufliegen, der wird irgendwann damit beginnen müssen, das Gas zu reduzieren, um einen naturgetreuen Steigungswinkel fliegen zu können. Also, Gas reduzieren und zwischendurch ein wenig mehr oder weniger klingt einfach und gut, leider aber genau der falsche Weg. Denn jede Veränderung des Gasanteile bringt Unruhe in das Gespann und genau dies gilt es ja zu verhindern. Viele Piloten setzen eine Gaskurve ein, um das Ansprechverhalten bei der Landung sanfter ausprägen zu können, warum nicht auch im Schlepp das Gas begrenzen, sozusagen künstlich begrenzen. In jedem Falle sollte die Begrenzung über einen Schalter ein- und ausgeschaltet werden können, um somit im Falle eines zu langsamen Schlepps durch beherztes Umlegen des Schalters den nötigen Schub zurückzuerhalten. So ziemlich jeder Sender ist mit diesen Möglichkeiten ausgestattet. Wie stelle ich das Gas nun richtig ein ?

Nun, das liegt zu allererst an den Modellen im Teamgespann, sprechen Sie sich mit Ihrem Seglerpiloten ab und erfliegen Sie zunächst via Drosselgasknüppel ihr persönliches Limit. Zu Beginn lieber eine zu hohe Drehzahl wählen als eine zu niedrige, Sie werden sicherlich nicht sofort das optimale Drehzahlband der Motors finden. Dies gilt es in der Praxis zu erfliegen, zunächst versucht man dies auf Gefühlsebene herauszufinden: Wie ruhig liegt das Gespann in der Luft ?, Gibt es Ausbrechmomente des Seglers oder gar ein Aufbäumen ? Sobald man hierfür ein gutes Gefühl entwickelt hat, sollte man sich die Knüppelstellung merken und ab diesem Punkt mittels der Senderprogrammierung ausblenden und wie erwähnt dies über einen Schalter programmieren. Nach einer geraumen Zeit der Übung kann man dann mit dem Drehzahlmesser die Werte notieren und beginnen, das Ganze weiter zu verfeinern, soll heissen, mit steigender Schleppteamroutine wird die Drehzahl sinken, bis man eines Tages gemeinsam für sich das Optimum gefunden hat. Wer mal den Profis bei einer Schleppmeisterschaft über die Schulter geschaut hat, wird feststellen, der Gasknüppel ist ganz vorne, aber die Drehzahel bei 1/3 der möglichen Leistungsabgabe. Ein klares Indiz für ein festgelegtes Drehzahlband über eine Senderprogrammierung. Zum Thema Sicherheit möchte ich noch ergänzen, dass man diese Einstellarbeiten zwingend mit einem Helfer durchführen sollte und obendrein möchte ich noch einen weiteren Schalter empfehlen. Es gibt Zündschalter, die man über einen Servoeingang am Empfänger anschliesst und somit ohne manuelles Händeln am Modell mittels Schalter am Sender sofort ein- und ausschalten kann. Ein Sicherheitsaspekt, die in Anbetracht der enormen Sicherheitsverbesserung in keinem Schleppmodell fehlen sollte.

So, danke an Marc Zimmer aus Holzkirchen für die Initialzündung zu diesem Tipp, viel Erfolg wünscht Euch

Christoph Fackeldey

 

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