Vorschaubild
Logo-Acro-transparent
Acrokopf

12. SWISS AKRO POKAL

Contest CH   Schweizer Meisterschaft

Akro Segelflug in Hinwil im Zürcher Oberland 06.-09. Juni 2013

Der Flugplatz erwacht

Sonne pur, sommerliche Temperaturen, im Rücken schneebedeckte 3000er und das Sauber Team, grüne saftige Wiesen, jede Menge Rauch, Musik und Sportsgeist!

Die Flotte von Sauber F1 in Hinwil

 

Das sind die Zutaten, die es in der Schweiz und in jedem anderen Contestland natürlich auch braucht. Ich war beeindruckt, oder besser gesagt mit mir 15 deutsche Akro Segelflug Kameraden, das sind bei gesamt 34 Teilnehmern, die letztlich mitgeflogen haben, fast 50%. Schön, dass mit Ungarn in Form von Georg Jarosi damit nun auch 4 Länder in Form von Deutschland, Österreich der Schweiz und Ungarn vertreten waren.

Martin Geelhaar und Gerd Vollenweider

Martin Geelhaar ist neuer Akro Segelflug „Obmann“ der Schweiz und ich nehme es vorweg, das gesamte Team um ihn und Gerd Vollenweider haben einen tollen Job gemacht.

Die Flightline

Das Modellflugsport bei diesem Contest im letzten Wortlaut allzu wörtlich gemeint war, merkte man spätestens in dem Moment, wo man vom Camping- und Parkplatzbereich einen halben Kilometer zurückmarschieren musste.

Nicht wirklich ein Problem, wie lange haben wir auf Sonnenschein gewartet und endlich gab es auch mal Schweissperlen verursacht durch die warmen Bedingungen und weniger durch Angstschweiss vor dem Start.

Frische Minze von Ulf

Ulf Reichmann und ich kamen früh am Freitagmorgen an und waren damit rechtzeitig zum Briefing mit Modell und Sender geschultert am Vorstart, einen herzlichen Dank an die Kollegen beider Klassen, LIMITED und UNLIMITED, das wir den Vorflug machen durften, da wir zuvor den Platz noch nie „erflogen“ hatten, eine tolle Geste.

Referentenflieger aus D und der CH

Überhaupt war dieser CONTEST ein Aushängeschild des Sports, diese schweizerische Gelassenheit „übertrug“ sich auf alle Teilnehmer und wetterte mancher seinerzeit beim deutschen Contest über die Verschiebung der Kür von Sonntag auf Samstag, hier war es gottlob kein Thema mehr. Eben schweizerische Gelassenheit, einfach mal Sonne und das Hobby geniessen, Sportsgeist zeigen, vielleicht auch mal die Schweizer Flagge zeigen, warum nicht , der Nachwuchs ist auch hier schon vertreten und das ist ganz ganz wichtig.

Der Nachwuchs ist stark im Kommen

Klares JA zum Schweizer Contest von Bernd Ahrend

Gesamt wurden 6 Durchgänge in beiden Klassen geflogen, 3 Bekannte Pflichten,   2 Unbekannte Pflichten und die Kür, die bei malerischen Wetterbedingungen eines der Highlights dieses Hinwiler Contests waren.

Wie heisst noch das Getränk was Flügel verleiht

Andi Schaerer hatte seinen Ersatz SWIFT im Einsatz und zeigte auch mit für ihn völlig neuem Material mal wieder gewohnte fliegerische Stärke, die in Form seines Sohnes Tim Schaerer nochmals übertroffen wurde mit 5 von 6 möglichen 1000er Wertungen.

hier kommt einer der fünf tausender

Andi und Tim Schaerer

Ähnliches gelang in der LIMITED Klasse auch Armin Kölblin, er kam schulisch bedingt erst zum 2 DG und flog inkl. diesem alle 1000er Wertungen, - da kann man von Glück reden, dass er einen 1000er überliess durch sein Fernbleiben, den damit Georg Jarosi erflog.

Georg Jarosi mit seinem neuen Voll GFK Swift

Georg hat einen neuen selbst produzierten SWIFT im Einsatz und das Modell zeigte damit mal im ersten DG, wie leistungsstark Modell aber auch der Pilot sind.

Irgendwie ereilte ihn dann aber im weiteren Verlauf ein ähnliches Schicksal wie mich, es gab ihm wie bei mir gute und hohe 900er Wertungen aber auch eben Durchgänge mit einer 7 oder 8 am Anfang.

Genau sehe ich auch so

Jeder für sich träumt dann natürlich von einem weiteren Streicher oder aber eben nicht, ganz so, wie man es „bräuchte“ – aber es zeigt auch, wie eng das fliegerische Niveau beisammen lag; - so wurde auch die Siegerehrung zur echten Überraschung, denn keiner wusste so recht, wer denn letztlich am Ende vorne, in der Mitte oder in einem Bereich lag, der noch etwas Einsatz braucht, um noch weiter vor zu kommen.

Jetzt kann man denken, warum fehlt da bei so vielen die Konstanz oder warum habe ich nicht eine bessere Wertung als mein Kamerad bekommen, - hätte, wäre, wenn – ich denke klar, jeder der CONTEST Teilnehmer hat seinen berechtigten Platz in dieser Sparte, jeder kann es und es hängt von der Tagesform, von der „Zehntelsekunde“ des Knüppelausschlages ab, ob hier Sieg oder Niederlage im DG folgt. Aber genau das gibt auch jedem die Chance, sich wieder nach kurzer Zeit neu zu beweisen, seine Erfahrungen einzubringen und seinen Plan aus dem letzten DG vielleicht doch nochmals zu überdenken. Den Punktrichtern, den „judges“ also zu zeigen, schau her, „sieh` was ich kann und gib mir Punkte, Punkte und nochmals Punkte …“ – die Kür dann als Filetstück, die Musik erschallt, einen festen Plan im Hinterkopf, da rauscht sie an die „Dampflok“ – aber sie dampft nicht … -

Na, die Musik ging jedenfalls

so wie bei mir, klar denkt man sich dann, egal, flieg einfach weiter aber würde man nicht lieber das Ding senkrecht runterschwenken und landen und das Gerät wieder auf RESET drücken und nochmals starten … - na, so was kann halt passieren und ich war nicht der einzige, aber klar war, bei dieser Leistungsdichte könnte man gar eine LIVEband herbeizsaubern, da oben richtet man dann dennoch nichts mehr, denn man zeigt sicherlich auch in jeder Figur einen kleinen „aaah`- warum …“.

Ist aber schnell vergessen, denn die Rauchergebnisse der Kollegen danach waren ein Feuerwerk der Extraklasse, dazu braucht es auch diesen stahlblauen Himmel und eben saftige grüne Wiesen und dann kommen solche Aufnahmen heraus, es sei denn, das „Kamerali“ fängt zur Abwechslung mal an zu rauchen, denn es war heiss für Mensch und Material, so das man die erfindungsreichsten Ideen mal präsentieren muss …

Blauer Dunst

Er hüllt Hinwil ein

und die flightline

Ein Herz am Himel gemalt

Farbenspiel

lets rock the air

ohne Worte

Ralf Wuuuunder

Rauchzeichen1

und dreeeh

voll fett

Was für ein Himmel

In der LIMITED Klasse flog K.-P. Müller knapp am Podest vorbei, schade, ich habe einige Topflüge von ihm gesehen und sicherlich ist er einer der Kandidaten, mit dem die LIMITED Klasse stark vertreten ist. Armin Kölblin ist noch stärker geworden als 2012 und wird sicherlich schon als UNLIMITED Kanditat gehandelt. Karl Nagl und Harald Schüssler schafften es auf das begehrte Podest und mit Ralf Doll auf P5 verpasste es auch er nur ganz knapp. Er zeigte mit seinem Puchacz sehr weichen und ruhigen Segelkunstflug und auch sehr konstante Leistungen.

Ralf Doll nicht mit dem SAUBER Schirm aus Hinwil

Schön aus deutscher Sicht auch die Teilnahme von Matthias Kerstan und Sven Treusch. Matthias hat inzwischen wieder mehr als einen Fuß in der Akro Segelflugwelt, er war bereits früher schon dabei und ist sicherlich genauso eine Bereicherung für uns alle wie auch Sven Treusch, der immer besser mit seinem BLANIK in Fahrt kommt.

Die einen sind gleich fertig, die anderen fangen an

Matthias Kerstan wartet auf den Bus

In der UNLIMITED Klasse war die Leistungsdichte noch extremer zu sehen aber auch zu spüren, nach wie vor beeindruckend, wie stark Ralf Wunder und Bernd Ahrens inzwischen dort ihre fliegerischen Leistungen präsentieren. Es ist ja kein Gefasel, wenn man auch bei den Ehrungen formuliert, das hier die besten Akro Segelflug Piloten von Europa sich gemeinsam messen und es schon eine Kunst ist, in sechs Durchgängen mit jeweils unterschiedlichen fliegerischen Anforderungen immer wieder die Leistung auf den Punkt zu bringen, das gilt im übrigen für beide Klassen und demnach ist es keine Enttäuschung, wenn man mal hinten, in der Mitte oder sonst wo im Classement steht. Heinz-Robert Früh zeigte auch mit seinem FOX, mit dem er bereits in der LIMITED Akzente setzte, das man auch mit diesem schon etwas älteren Modell tolle Leistungen erfliegen kann. Er ist sicherlich zu recht in diese Klasse aufgestiegen und wird sicherlich noch weit nach vorne kommen.

Ich stehe drauf

Figurentrainung

Endlich mal wieder dabei Marcus Lange aus Sydn nee Dreieich

Toll, das Marcus Lange auch mal wieder dabei war, mich freut es für ihn, das er gemeinsam mit seiner Freundin im zweiten Halbjahr D in die Welt der springenden Akrosegelflieger verlässt, wenn er ein paar dort für unseren Sport begeistern kann, nur zu Marcus, an die Hitze konntest Du dich ja schon in Hinwil gewöhnen.

Es war heiiiiisssss

Wie es sich für ein Brüderpaar gehört, stehen diese auch in den Siegerlisten beisammen, Patrick und Dominik Georg - sie zeigten tolle Flüge und manch` einer sah diese beiden weiter vorne, aber wie erwähnt, am Ende ist es alles sehr eng beisammen, genauso wie bei Holger und Ulrich Treyz, mit Ihrer Erfahrung immer für Podestplätze gut, hat es für Ulrich zum 3. Platz gereicht, den zweiten erflog Daniel Nagl und Sieger wurde der bereits zitierte Tim Schaerer, dessen Kürflug in der Tat manchem Betrachter „Flügel verleiht“ – diese Kunst, Figuren so am Himmel zu zelebrieren ist für manchen von uns der Grund, seinen Flugstil stetig zu verbessern.

Schwitzer Dütsches Lager

Es geht nicht darum, etwas zu kopieren, das ginge auch gar nicht, es geht darum und damit kommen wir zum Fazit des Contests in der Schweiz. Da stelle ich mir mit Ulf die gemeinsame Frage im Hinwiler Fast-Food-Restaurant – „Warum kostet der Mc Sonnenschein hier so viel wie bei uns drei …“ – nein – im Ernst – was hat es uns gebracht, hierher zu fahren … Mir persönlich war zum einen mal die Präsenz auch als deutscher Referent wichtig, man kann nicht mitreden, wenn man nicht mittendrin dabei ist und die Gastfreundschaft dort ist wirklich beeindruckend. Diese abendlichen gemeinsamen Gespräche sind die Grundlage gesunder Referatsarbeit, es geht natürlich auch um Wettbewerbe, aber das dies auch kameradschaftlich geht, kann man besser „leben“ und nicht auf Papier formulieren. Das ist dann Politik, die ankommt und auch auf Dauer glaubwürdig besteht und dafür steht der Akro Segelflug im Deutschen Modellflieger Verband seit dessen Gründung.

Anflug auf Hinwil

Man kann die Berge sehen

Wir beide schwärmten von der Bergwelt mit weissen Spitzen wie unser Softeis, Freunde und Kameraden getroffen zu haben, 700 Kilometer von der Heimat entfernt, man sitzt mit Kollegen aus vier Ländern gemeinsam an der flightline, applaudiert zu deren Flugleistungen, erfreut sich an Kindern, die Spaß an unserem Sport haben und an dem Softeis, was wir gerade verschlingen, aber letztlich zählt aus Pilotensicht vor allem eines: Du bekommst mit einem Wettbewerbsflug mehr Erfahrung als in hundert Trainingsflügen und wie lange brauchst Du für 100 Trainingsflüge ?!

Auch wenn wir in den Siegerlisten nicht vorne auftauchen, jeder von uns hat eine Menge wieder dazugelernt und die Formkurve steigt, - wichtig ist für uns beide, eigene Fehler zu sehen und zu verstehen und diese dann versuchen zu lösen.

Die Jury

Toll anzumerken ebenfalls, das in der Punktrichterjury alle Länder vertreten waren und die Idee, auch aktive Piloten wechselseitig einzusetzen, könnte bei uns in Deutschland auch bald Früchte tragen. So hat Martin Knasmiller beim Schweizer Contest in Hinwil in der LIMITED seine ganze Erfahrung als Punktrichter aus Österreich in die Benotung eingebracht und somit sozusagen „aktiv“ mitgepunktet, danke Martin dafür nochmals.

Denn ganz im Ernst haben wir auch bei den Punktrichtern Nachwuchssorgen, wer kann Figuren besser beurteilen als derjenige, der sie fliegt: „Genau, die Teilnehmer punkten sich klassenübergreifend selbst“ – In der Praxis aber nicht ganz so einfach, denn es gilt auch die Unbekannten zu lernen und letztlich ist es auch eine Menge Arbeit, man könnte natürlich möglichst viele und klar aus jedem Land einbinden, aber das alles will in Ruhe überlegt werden. Ich danke allen involvierten Punktrichtern für Ihren Job, der wahrlich nicht immer leicht ist, aber es gilt analog zu den Piloten, man wächst mit seinen Aufgaben. Einen Dank auch an Paul Rudolf als Oberpunktrichter, der das Ganze sehr souverän geführt hat.

Oberpunktrichter Paul Rudolph

Klasse auch die Idee mit dem „Vorflug“, um alle Richter mal einzustimmen – das werden wir auch sofort integrieren, denn es gibt den Piloten wie auch den Richtern die Chance, sich in den Durchgang einzufinden und das ist die Grundlage für einen optimalen Einstieg in den Bewerb..

Briefing am zweiten Tag

Jetzt geht es Anfang Juli in den nächsten Contest nach Österreich und dann kommt der heisse August mit zwei Regios in Bad Neustadt an der Saale und zum Gerhard Friedmann Gedächtnis Pokal nach Brackenheim, bevor dann der finale Contest in Deutschland in Hirzenhain mit der 16. Internationalen Deutschen Meisterschaft die Akro Segelflug Saison 2013 als Jahreshighlight aus deutscher Sicht beendet.

Bis dahin ist noch lange Zeit, - Zeit zu trainieren, Zeit sich anzumelden, Zeit sich an viele tolle Erlebnisse hier in Hinwil zu erinnern.

Ich danke allen, die dort in der Organisation eingebunden waren, einen besonderen Dank an das Power Schlepp Team und allen Helfern sowie Gastschlepper Günther Kiewel für seinen tollen Job und ein Lob an Martin Geelhaar, es war schön, diesen Schweizer Contest besucht und aktiv miterlebt zu haben und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit allen, die dort ebenfalls dabei waren.

Bis dahin, Gruezi, Servus und bis bald    Christoph Fackeldey

Text: Christoph Fackeldey

Fotos: Christoph Fackeldey

Bildernachlese ...

DIE SIEGERFOTOS UND ERGEBNISSE (Mausklick auf das Foto)

Sieger LIMITED CONTEST Hinwil

Sieger UNLIMITED Hinwil 2013

Florian Vogelmann

bis baaald

Das ist ein   genau TURN

Gastschlepper Günther Kiewel zeigte TopLeistung

Gruezi

Gurte im richtigen Farbton NEU von Matthias Kerstan

Harald Schuessler bereitet sich vor

Konzentration bei Florian Vogelmann

los gehts

Martin Geelhaar the swiss connection

Nahsicht

Power ohne Ende Thomas Hoffmann

Seitensicht

Ulf Reichmann, Martin Knasmillner und Walter Kirchler

 

ZURÜCK ZUR HAUPTSEITE