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Acrokopf

Gerhard Friedmann Gedächtnis Pokal v. 23.-25.08.2013

Regionalwettbewerb Akro Segelflug Süd in Brackenheim

 Anspruchsvolle Wind- und Wetterbedingungen, hohes Niveau, beste Stimmung

Abends wurde es nochmals sonnig

Von den 28 gemeldeten Piloten gingen letztlich jeweils 5 Piloten in der ROOKIE und in der UNLIMITED an den Start, in der LIMITED gab es mit 13 Piloten die stärkste Fraktion der Akro Segelfug Piloten beim Stelldichein in Brackenheim.

Bereits am Freitagmittag waren rund 70% der Piloten vor Ort oder besser formuliert in der Luft, klasse – das zeigt den Ehrgeiz und den Spirit, den unser Referat Acro Segelflug immer wieder neu belebt. Auch heuer mit Daniel Widmann und Bernd Koch wieder ganz neue Einsteiger dabei.

Akropiloten können fast alles

Gute Laune Teil 1

Gute Laune Teil 2

Der Freitagabend wurde nach Trainingsende wiederum zum Fachsimpeln und zur Geselligkeit genutzt. Dabei liessen Sven Treusch und Hubert Zimmer ferner ihr musikalisches Talent aufblitzen. Und um es in Ulf´s Worten zu sagen: „Da kommen die Piloten aus allen Ecken des Landes und abends sitzt man gemeinsam in einer Runde zusammen, musiziert und spürt eine Kameradschaft, die vielleicht sogar einmalig ist, denn diese Wettbewerbsteilnehmer sind auch im Durchgang echte Kameraden, sie helfen untereinander und akzeptieren sich …“

In der Tat, so fällt es auch keinem von uns schwer, sich einem Neueinsteiger voll und ganz zu widmen, schliesslich hat jeder mal angefangen und das prägt unser aller Fliegerleben auch nachhaltig.

Daniel Widmann und sein Vater Andreas

Daniel Widmann und seinen Vater Andreas hatte ich in Schwabmünchen zur Segelflugmesse persönlich kennen gelernt und schön, das er mit seinem     SZD 59 schon so gut zurecht kam, er und auch Bernd Koch zeigten, sie gehören in diese Szene hinein und man wird sicher noch mehr von Ihnen sehen.

Torsten Dolenski und Sven Treusch

Steffen Koch, Sohn vom Neueinsteiger Bernd Koch, war ja bereits in Bad Neustadt mit dabei und auch Torsten Dolenski gab sein Debüt in Wehrheim – nun präsentierten sich die beiden auch in der LIMITED Klasse und das mit P 7 und P 8 gar mit Bravour, klasse, so unkompliziert die Unbekannte und Kür anzunehmen, zeigt, es geht, wenn man nur will und die beiden wollen!

Ralf Doll und sein Coach Marcel Rybski

KLeiner Mann aber schon ein grosser Pilot

Kommen wir zu den Rookies zurück und beginnen mit dem Mann oder besser gesagt dem kleinen Mann, der eigentlich schon ein ganz großer ist – „man nehme Papas Flieger, also den SWIFT von Rafael Rybski“ und zelebriert mal eben drei Tausender in Folge und weil man sich einen Namen gemacht hat, darf man dann auch mal direkt den „Bundestrainer“ Ralf Doll „coachen“ – also wirklich eindrucksvoll, der kleine Marcel Rybski hat ja bereits bei der F-Schlepp DM in Roth sein Können und seine Coolness gezeigt, aber beim Acro Segelflug sollte nun der nächste Schritt LIMITED lauten.

P1 Marcel Rybski und P1 Rafael Rybski die SIEGERpaarung Vater und Sohn

Nicht weniger ehrgeizig und talentiert waren die Leistungen von Kai Zimmer aus dem Schwarzwald, knapp geschlagen zeigte auch er, da wächst ein großer heran und auch der bereits erwähnte Daniel Widmann konnte direkt auf Anhieb das Podest erklimmen und das heisst, die Jungs kommen.

Paul Schneider und Fabius Fackeldey

Fabius Fackeldey steigert sich auch immer mehr mit seinem Blanik, er fliegt erst seit diesem Jahr überhaupt solche Modelle und ich zolle ihm schon Respekt, bei zu windigen Bediungungen wie in D3 überhaupt an den Start zu gehen und sicher zu landen, das sind Bedingungen, wo andere den Kofferraum zulassen – aber man wird halt nur besser, wenn man fliegt und nicht nur davon erzählt, es tun zu wollen.

Bernd Koch fand sich mit jedem Durchgang besser ins Geschehen und es würde mich freuen, wenn er als Vater zusammen mit Steffen dieses Vater/Sohn Gespann weiterhin aktiv „acroseitig“ ausdehnen.

Stärkste Fraktion war mal wieder die LIMITED und beim näheren Betrachten der Ergebnisse wird man feststellen, hier geht es fast mit der Lupe zu, um manche Differenz zu verstehen.

Bunte Truppe

Dazu mal einige Facts:

Klaus-Peter Müller fliegt zwei Tausender und wird … „vierter“

Mich selbst trennen im Durchgang 2 auf Platz 2 liegend „0,7 Promille-Punkte“ von Ralf Doll auf Platz 3 liegend – im Endergebnis trennen Marc Zimmer und Ralf Doll ganze 1,7 Promille-Punkte von Platz 2 zu Platz 3, das heisst – einer der beiden ist um 0,05% besser geflogen … ?!

Das war ein wenig verrückt, denn es bedeutet, wenn man keinen Streicher bei drei Durchgängen bekommt, dann wird das am Ende eine ganz knappe Kiste und da wird derjenige ganz oben stehen, der in jedem Durchgang „konstant“ war und damit immer an den besten herangekommen ist.

Aber das alles spricht ja nur für diese Klasse, für dieses fliegerische Niveau – vor nicht einmal 3 Jahren war es in der Tat so, das man auch schon Durchgänge sah, wo jemand eine Figur auslassen musste oder einen Richtungsfehler machte – diese Zeiten sind vorbei.

Ich selbst war nach D1 und D2 auf Podestkurs, aber in der Kür reichte es diesmal nicht, um vorne zu bleiben. Da muss ich meine Figurenauswahl neu gestalten und manche Kür der Kollegen hatte schon echt Würze und Ideenvielfalt, aber das ist ja das schöne an diesem Sport, man lernt immer wieder dazu und ähnlich wie ein Koch wird man beim nächsten Mal eine neue Würze oder eine neue Figur einbinden.

 

Platz 5 für den Referenten Christoph Fackeldey LIMITED

Das Wetter versagte uns allen leider einen vierten Durchgang und so gab es darüber geteilte Meinungen, der eine mochte noch einen Streicher haben, der andere eben nicht.

Timo Hehr zeigte mit einem 1.000er in D2 und weiteren TopLeistungen und seinem neuen Swift, was es braucht, um ganz oben zu stehen – nämlich solche fliegerischen Leistungen, die er scheinbar mühelos abruft.

Puchacz von Ralf Doll

Ralf Doll hat schon einen festen Podestplatz bei jedem Regio und auch das freut mich für ihn, denn mit seinem Puchacz zeigt er wirklich eindrucksvoll, wie weich und gefühlvoll man damit fliegen kann, sicherlich hat er eine große Erfahrung, aber das muss erstmal geflogen werden und seine Nachwuchsarbeit greift immer wieder, auch das ein stetiger Erfolg seiner Bemühungen.

Marc Zimmer hat in D3 nochmals richtig aufgeholt und damit war P3 unter Dach und Fach, seine Kür war sehenswert und er zeigte auch in Brackenheim, mit ihm ist auch ohne vorherige Regioerfahrung 2013 immer zu rechnen.

Klaus-Peter Müller holte zwei 1.000er und hatte damit nur in D2 ein kleines Loch, was sonst locker zum Podest gereicht hätte, heuer in Brackenheim nicht, die Dichte war zu groß, dennoch ist der CONTEST Sieger aus Österreich in bestechender Form und seine beiden 1.000er machten ihn zum Promille-König in D1 und D3.

Michael Müsel zeigte wie fast immer solide und gute Leistungen, bei ihm fehlt es nur an einem Zungenschlag, so nah ist er oft auf Podestkurs – Steffen Koch auf P7 ist sicherlich nur für die Betrachter ein kleines Wunder, wer ihn nicht in Bad Neustadt hat fliegen sehen – der Junge kommt und das gewaltig!

Thomas Schunk hatte nur in D2 einen Durchhänger und seine Leistungen sind immer sehr gut und damit ist auch er für mich einer der neuen Podestanwärter – genauso wie Torsten Dolenski – als Rookie zeigte auch er in der LIMITED sofort Topleistungen.

Matthias Kerstan war nach dem Schweizer Contest auch in Brackenheim dabei und er gehört in diese Klasse und zeigt eine stetige Entwicklung, seine Erfahrung und sein kameradschaftlicher Umgang sind mehr als eine Bereicherung für den Sport.

Karl-Heinz Früh hatte seinen Salto im Gepäck und zeigt immer wieder eindrucksvoll, das er noch lange nicht zu alt ist für diesen Wettbewerbssport, er zeigt immer konstante gute Leistungen und mich freut es besonders, wenn er und Heinz-Robert gemeinsam die Faszination Acro Segelflug teilen.

Sven Treusch kommt auch immer besser zurecht mit seinem Blanik und neben der Doppelbelastung als Schlepper wie auch Teilnehmer bekommt er mit jedem Bewerb mehr Erfahrung und damit auch wachsende Erfolge.

Stephan Wiederhold hatte Pech in D1 und ohne Streicher ist man dann ganz schnell weiter hinten als einem lieb ist, aber Stephan hatte schon in Bad Neustadt gezeigt, das er analog zu den anderen Aufsteigern sich mal sofort im Mittelfeld der Platzierungen zurecht findet und demnach ist auch sein Umstieg ein klarer Erfolg.Die zwei sind gleich dran

In der Königsklasse gab es drei Tausender, das ist mal logisch und klar – aber alle wurden von anderen Piloten erflogen und der Sieger hat keinen dieser   1.000er nötig gehabt. Im Gegensatz zu seinem Sohn Marcel hat Rafael einfach mal mit jedem Flug knapp unter der 1.000er Grenze geflogen und damit fleissig wie ein Eichhörnchen genügend Punkte „gepolstert“, um am Ende ganz oben zu stehen.

„Flori“ Vogelmann, mit der besten Kür gelang ihm der 1.000er und am Ende reichte es zu Platz 2 – Florian zeigt ähnlich wie Ulf am Abend mindestens so viel Ehrgeiz beim Abendfliegen wie am Tage und seine Showeinlagen begeistern wirklich jeden von uns.

Platz 3 ging an Christian Rückert und ihm stand diese Podestfreude ins Gesicht geschrieben, mit konstanten Leistungen flog er sich auf das Podest.

Ulf Reichmann vor seinem Kürdurchgang

Ulf gelang der 1.000er in der Unbekannten, das mal sicher ein toller Erfolg für ihn, ich denke mit dem undankbaren vierten Platz kann er genauso gut leben, denn die fliegerische Dichte ist eben genauso eng wie bei der LIMITED Klasse und daher gibt es eigentlich nur Sieger oder besser gesagt siegfähige Piloten …

Heinz-Robert Früh, CONTEST Sieger SPORT aus 2012 reiste mit einer LO 100 an und zeigte damit mal in D1 seinen ersten 1.000er in der UNLIMITED – das ist schon beeindruckend und daher kann er sicher auch mit P5 leben, denn was er aus diesem Modell rausholt, ist schon klasse, weiter so …

LO 100 mit Heinz-Robert Früh und Christian Rückert

Das Wetter glich einer Inszenierung „von oben“ im wahrsten Sinne des Wortes, aber es waren nicht nur die Tage des Gedenkens an Gerhard Friedmann (+ 2013), es war vielleicht auch sein Wille, am Samstagabend nochmals zwei wunderschöne Kürdurchgänge spüren und sehen zu können, zwar weit weg von uns aber mit seinem ganzen Herzen, so wie an jenen Tagen, an denen er noch aktiv bei seiner zweiten Familie, dem MFVB Brackenheim e.V. weilte.

Als Botschafter dieses Gedächtnispokals im Sinne von Gerhard Friedmann darf ich allen Helferinnnen und Helfern sowie dem gesamten Vorstand attestieren, besser als ihr dies an diesem Wochenende gemeinsam gemacht habt, geht es nicht. Es ist mir und uns allen eine Ehre, diesen Sport bei Euch ausüben zu dürfen, dafür meinen herzlichen Dank im Namen des DMFV und im Namen aller Fliegerkollegen. Danke!

Die Schleppergilde rund um Alex Frisch zeigte mit der Generalprobe zur 16. Int. DM in Hirzenhain übrigens eindrucksvoll, die DM kann kommen.

Punktrichter Andreas Buch

Punktrichter Ingolf Spende

Punktrichter Karl-Heinz Oczcko

Andreas Buch, Ingolf Spende und Karl-Heinz Oczko waren als Punktrichter ebenfalls von unserem Setup überzeugt und Paul Schneider, hier als Wettbewerbsleiter tätig, hat auch diese Aufgabe mit einem 1.000er gemeistert

So gesehen, kann ich berichten, wir kommen fast an 60 Teilnehmer und damit an die maximale Teilnehmergrenze. Der Platz beim SFC HiHai ist dazu bestens geeignet, das Wetter spielt hoffentlich auch mit und damit kann sich schon jeder auf einen der begehrten Pokale freuen, die wieder einmal in wunderbarer Detailarbeit von Jochen Moeckel aus dem Hochtaunus gebaut und gefinisht wurden.

und das sind die Pokale zur 16. Int. DM in Hirzenhain

 

Bis bald in Hirzenhain

 

Euer Christoph Fackeldey

Das waren die Sieger (Mausklick auf das Bild aktiviert die Ergebnisse ...)

Sieger ROOKIES

SIEGER LIMITED2

SIEGER UNLIMITED2

Alle Ergebnisse auf einen Blicjk

Auch in der zweiten Reihe beste Aussicht

Besprechung der Unbekannten UNLIMITED

Der Rauch lässt die Kür erahnen

Die Spur des SZD lässt sich gut verfolgen

Florian Vogelmann coacht Ulf Reichmann

Gute Stimmung in Brackenheim

Ja, das sieht echt gut aus

Ja stimmt

Wir sehen uns zur DM wieder

Zeltsiegerehrung

Platz in der ersten Reihe#

 

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