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M-Link Sensorik, nicht nur ein Zauberwort...

M LInk Bericht von Ulf Reichmann

Seit einiger Zeit ist das Multiplex M-Link 2,4 GHz Übertragungssystem auf dem Markt. Erst gelangten die kleinen, dann nach und nach auch die telemetriefähigen 7-16 Kanal Empfänger auf den Markt. Sehnlichst erwartet auch die ersten Sensoren. Nun habe ich alle seit einiger Zeit im Einsatz und muss sagen das Schätzen hat ein Ende. Wie sagt man so schön, „Wissen ist Macht“. Und welche Daten haben mich da alle verblüfft und auch in meiner Annahme bestätigt! Sei es die Strombelastung oder die geflogenen Entfernungen, sowie die erreichten Geschwindigkeiten. Später dazu aber mehr.

Der Grundsatz bei der Entwicklung war es gewesen nicht alle technisch möglichen Optionen zur Verfügung zu stellen, sondern der breiten Masse der Modellflieger ein einfaches benutzerfreundliches System an die Hand zu geben, welches im Modulsystem ohne große Programmierung zu erweitern ist. Bei Verwendung der Royal Sender sind die Daten sofort auf dem Display sichtbar. Einfach mit den Pfeiltasten in Dreierschritten nach oben oder unten scrollen. Weiterhin finde ich die Preisgestaltung sehr moderat, so dass endlich auch die jungen Modellflieger an hochwertige Komponenten gelangen können ohne z.B. für ein Vario „10x“ ihr Taschengeld dafür hinlegen zu müssen.

Telemetriebaustein von Ulf - das Vario

Das Bus System, alle Sensoren sind einfach im Bus System anzuschließen und schon zeigen sie alle Grundfunktionen auf dem Display des Royal Pro Senders an. Optionen können separat programmiert werden. Bus-System heißt, den Sensor in den Empfänger Ausgang „Sensor“ stecken, weitere Sensoren einfach in Reihe an den davor liegenden Sensor anschließen. Der Empfänger erkennt die angeschlossenen Sensoren und leitet dauerhaft die Daten an den Sender zurück. Um ein programmieren der „ Anzeigeadressen“ kommt man aber bei Verwendung mehrerer Sensoren in einem Modell kaum herum, jeder Sensor kann mindestens 4 Daten inkl. der Optionen zurücksenden. Da wird schnell klar, dass die 14 Anzeigeadressen der Royal Pro schnell belegt sind und eine Auswahl getroffen werden muss!

Der Spannungs-Sensor, toll ist, alle rückkanalfähigen Empfänger haben werksseitig einen eingebauten Spannungssensor integriert. Das heißt, ständig kann man die Spannungslage im Modell ablesen und sogar mit einem Schwellwert hinterlegen, so dass bei fallender Akkuspannung ein Warn-Ton im Sender ertönt. Das war für mich der größte Schritt zu mehr Sicherheit. Nun fragen sich sicherlich einige von Euch was denn bei zwei angeschlossenen Akkus angezeigt wird? Auch nur die Eingangsspannung. Jedoch gibt es da die Möglichkeit einen externen Spannungs-Sensor anzuschließen, welcher mit 2 Ausgängen jeden der 2 Akkus überwachen kann. Es wird also jede einzelne Akkuspannung angezeigt. Erwähnenswert ist, dass es bei Multiplex elektronische Schalter in mehreren Ausführungen gibt welche ohne Lötarbeit die Sensoranschlüsse beinhalten. Auch hier sind wieder Schwellwerte mit Alarm möglich. An diesem Beispiel zeigt sich schnell wohin die Reise geht. Sicherlich sagen nun alle kritischen Modellflieger, da schaut man doch nur noch auf seinen Sender und nicht aufs Modell! Ganz verneinen kann ich das nicht. Jedoch nach einiger Zeit werden die während des Fliegens angezeigten Spannungs-Daten uninteressant und die Freude über die zusätzliche gewonnen Sicherheit überwiegt! Um jedoch alle zur Verfügung stehenden Optionen anzuzeigen ist es nötig die Empfänger sowie die Sensoren entweder mit dem MultiMate oder sehr komfortabel über ein kostenloses PC Programm auf die einzelnen Wünsche zu programmieren. Hier noch ein Beispiel für die Optionen... mit Ihnen ist es möglich auch die während des Fluges erreichte minimal erreichte Spannung abspeichern und danach zu bewerten.

Der Strom-Sensor, dieser wird entweder zwischen Akku,- Schalter und dem Empfänger gesteckt, oder bei einem Elektroantrieb zwischen Akku und Motor geschleift. Dabei helfen die schon werksseitig konfektionierten grünen MPX Hochstromstecker welche ja sehr verbreitet sind. Bei sehr hohen Strömen ist ein A-Sensor für größere Stromstärken und Lötfahnen verfügbar. Auch hier nur ein Auszug aus allen Anwendungsgebieten. Ich habe diesen bei meiner Wilga und bei dem SZD-59 zur Überwachung der Stromwerte der Empfangsanlage montiert. Dabei habe ich beim Kunstflug nur Maximalwerte wischen 4-4,5 A ermittelt. Da sage doch einer bei solchen Modellen fließen kurzzeitig 10-15 A wenn alle Ruder im Flug belastet werden. Wer meine Ausführungen zur notwendigen Technik im Modell gelesen hat wird sich sicherlich jetzt ein leichtes Grinsen abgewinnen können. Also hier die Bestätigung, Wissen ist Macht!

Was aber wiederum eine Innovation für mich ist, der Strom-Sensor kann eine eingestellte Akkukapazität während des Betriebes zurück zählen und beim Erreichen einer mindest Kapazität vor dem leer werdenden Akku warnen. Man denke da auch mal an den Zündungs-Akku!

Das Vario, hier können die aktuelle Höhe, sowie Schwellwerte wie max. und min. Höhe gespeichert und auch akustisch angezeigt werden. So ertönt bei mir nach dem erreichen der 500m Grenze im Schlepp ein kurzes Ding Don, das Display wechselt automatisch auf den überschrittenen Schwellwert und wird noch zusätzlich dunkel hinterlegt. Somit ist eindeutig klar welcher Wert erreicht oder überschritten ist. Eine Sprachausgabe ist aber noch nicht lieferbar. Selbstverständlich können auch Steigen und Fallen in Daten abgelesen sowie über einen Schalter auch hörbar gemacht werden (Pipe-Töne in verschiedenen Tonlagen). Weiterhin werden je nach Programmierung die Max., Min. oder- Durchschnittswerte abgespeichert.

Der Temperatursensor, auch diese habe ich in meiner Wilga und im SZD montiert, diese sind mit 2 Messfühlern ausgestattet. Dabei werden einmal die Zylinderkopftemperatur ( Wilga ) sowie die Innen und Außentemperatur angezeigt. Auch da habe ich wieder Schwellwerte zur vorzeitigen Warnung eingegeben. Da habe ich höhere Werte erwartet. Interessant ist dabei dass die Zylinderkopftemperatur im Flug nur ca. 130 Grad C° an der hinteren Kühlrippe beträgt. Also ist die Kühlung des Motors in der Wilga sehr gut.... Die Innenraumtemperatur (Modell am Boden stehend unter der Sitzplatte gemessen) liegt nur unwesentlich über der Außentemperatur. Und das bei den subtropischen Außentemperaturen von 38 Grad C° gemessen. Also wird es in der Nähe des Empfängers gar nicht so warm wie von mir gedacht. Das ist sicherlich für den Empfänger sehr erfreulich. Ähnliche Werte habe ich bei meinem SZD-59 ermittelt. Im Flug gehen dann die Temperaturen im Innenraum etwas zurück.....

Der Drehzahlsensor, diesen gibt es in 2 Versionen, einmal dem Optischen und einmal den von mir verbauten Magnetischen..... diesen Magneten habe ich mir gleich gespart und nutze den von der Zündung zur Messaufnahme. Hier auch ein paar Werte. Bei meinem 140 King S mit Anlasser habe ich eine Drehzahl am Boden von 5400, im Schlepp von 5600 U/min. Gemessen mit einer 32 x 10er Menz. Auch da dachte ich dass im Flug die Zahlen noch weiter nach oben gehen würden.

Der Ausblick, testen durfte ich auch einen GPS Sensor, welcher neben Richtungsangabe in der das Modell gerade fliegt, Höhe, auch Entfernung des Modells zu Piloten, die geflogenen km über Grund, sowie Geschwindigkeit des Modells angeben kann. Auch hier einige für mich sehr interessante Werte meines SZD-59. Im Schlepp fliegt man so zwischen 50-90 km/h, im normalen Kunstflug fliegt das Modell zwischen 120 -180 km/h. Aber lässt man es ein wenig laufen ohne zu übertreiben habe ich schon Werte über 210 km/h erreicht. Weiterhin wird es eine zusammengefasste Version der einzelnen Daten Manager geben. In diesem kostenlos downloadbaren PC Programm (MPX Launcher ) sind dann alle Multiplex Geräte, wie Sender, Empfänger, Sensoren das MultiMate und Weitere.... zusammengefasst, alle Einstellungen und Programmierungen können dort einfach und schnell verändert werden. Bebilderte Hilfen verdeutlichen schnell die Funktionsweise und Anschlussmöglichkeiten. Updates sind mit einem Mausklick herunterzuladen ohne eine große Auswahl treffen zu müssen. Für mich ist das wiederum ein Beispiel für benutzerfreundliche Anwendung, ohne ein großer PC Freak sein zu müssen.

Das Fazit, seit dem ich M-Link mit seinen Sensoren nutze, sei es zur ständigen Überwachung der Akkukapazität oder optional je nach Lust und Laune der Vario-Daten, gibt es dem Fliegen eine neue Form, ein super gutes Gefühl alles richtig gemacht zu haben.

Ulf Reichmann

Hier noch etwas….

Wenn man die Sensoren in mehreren Fliegern verwenden möchte ist es sinnvoll sich einen Belegunsplan für die Programmierung der Anzeigeadressen anzulegen, so ist es gewährleistet dass es nicht zu Überlagerungen kommen kann. Auf dem Bild seht Ihr meinen aktuellen Plan von der goldenen Sarotti Wilga….

 

0

Empfänger Spannung

V

1

Vario – Sensor  Höhe

m

2

Vario – Sensor  Steigen / Fallen

m/s

3

Vario – Sensor Höhe max.

m

4

A -Sensor Ladungszähler Q

mAh

5

A –Sensor Akku  A max.

A

6

Drehzahl - Sensor

U/min

7

Drehzahl - Sensor

U/min max.

8

V – Sensor Akku 1

V

9

V – Sensor Spannung Akku 1

V min. 4,8 V

10

V – Sensor Akku 2

V

11

V – Sensor Spannung Akku 2

V min. 4,8 V

12

°C – Sensor T1 Motor

°C           Alarm 150°

13

°C – Sensor T2 Innenraum

°C           Alarm 40°

14

Empfänger LQI Übertragungsqualität

%

15

 

 

Ulf Wilga M LInk

 

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