Vorschaubild
Logo-Acro-transparent
Acrokopf

Liposchrank

Begonnen hat alles wie immer bei konstruktiven und anregenden Gesprächen auf dem Flugplatz, Richard Müller erzählte mir schon im Herbst 2012 von den schrecklichen Folgen verschiedener Brände, welche durch Lipo-Akkus hervorgerufen wurden.

Richard

Welche Ursachen es waren, die zu dienen Infernos geführt haben kann, ist hier nicht mein Thema. Sicherlich hat jeder von uns mehr oder weniger auf Lipos in seinen Modellen umgerüstet, sei es bei der Empfängerstromversorgung oder bei den Antriebsakkus. So wie ich haben viele von euch schon mehrfach daran gedacht etwas zu tun und für mehr Sicherheit zu sorgen. Bei der Hoffnung, es wird schon nichts passieren ist es dann geblieben.

Im Laufe der letzten Jahre ist es bei mir zu einer beträchtlichen Anzahl von verschiedenen Größen und Zellenzahlen gekommen. Angeregt von den negativen Beschreibungen habe ich mir verschiedene Videos in YouTube angesehen. Mit Erstaunen habe ich festgestellt welche „ Bomben“ ich einfach so im Keller liegen hatte.

In vielen Dingen des Modellfluges, Vorreiter Richard Müller war da schon einige Schritte vorangekommen und schickte mir per Mail ein paar Bilder von seinem Lipo-Safe, der mir Anregungen bot und als Muster diente.

 Richards  (1)

Richards  (2)

Sein Grundgedanke war, möglichst jeden Akku einzeln so zentral zu lagern, das es bei einem Brand zu möglichst keinen nennenswerten Schäden am Wohneigentum kommt. Weiterhin kommt er damit den Forderungen der Versicherungen nach, für ausreichend Sicherheit zu sorgen.

Richards  (3)

Er besorgte sich einen Metallschrank, der dicht geschweißt wurde und somit einen Rundumschutz bietet. Integrierte Fächer aus Ton ( Flaschenregal )  schützen die einzelnen Akkus vor dem gegenseitigen entzünden.

Richards  (10)

Einen 2. Schutz bieten die Blechdosen, damit ein evtl. Feuer oder heißer Qualm die anderen Akkus nicht entzünden kann.

  Richards  (6)

Richards  (9)

Richards  (8)

Da Lipos  eine beträchtliche Menge an Energie speichern, kommt es bei einem Kurzschluss, Beschädigung oder Fehlbedienung zu erheblichen Ausstoß von Feuer und Rauch.

Der damit verbundene starke Druckaufbau soll dabei gleich ins Freie gelangen und nicht in den Wohnraum oder Keller gelangen. Dafür hat er einen Metall-Abgasschlauch aus dem Schrank direkt nach außen ins Freie geführt.

Richards  (5)

Angeregt durch Richard´s Ausführungen suchte ich auch für meine Platzverhältnisse nach einer passenden Lösung. Das Internet wurde nach einem feuersicheren Safe durchforstet. Aber diese waren recht teuer und sehr sperrig. In Ebay habe ich mir dann einen einfachen Safe ersteigert, der mir ausreichend erschien, einen äußeren Schutz zu bieten und alle meine Akkus zu lagern.

Ulfs 1

Die Tür sicherte ich durch geklebte Silicon Dichtungen zusätzlich ab. Vorab besorgte ich mir noch ausreichend Lipo Safe Bag die ich je nach Akkugröße bei Conrad Elektronik kaufen konnte. Diese dienen dann auch beim Transport zum Flugplatz im Auto und anderswo.

Ulfs 2

So wurde eine Innenaufteilung erstellt, welche aus nicht brennbaren Zementfaserplatten entstehen sollte. Diese kann man bei einem Fassadenbauer oder Schreiner bekommen. Sie sind 8 mm stark und lassen sich auf einer Tischkreissäge mit einem hartmetallbestückten Kreissägeblatt leicht zuschneiden.

Ulfs 3

Zusammengefügt habe ich die Platten direkt im Safe mit feuerfestem Kleber für Kaminrohre  aus dem Baumarkt.

Ulfs 4

Auch ein Abgasrohr musste erstellt werden. Diese Komponenten besorgte ich mir im Baumarkt bestehend aus 28 mm starkem Kupferrohr welche ich wie Heizungsrohre verlötet habe, und in und durch die Hauswand verbaut habe.

Ulfs 5

Die Umbaumaßnahmen betrafen meinen kompletten Modell-Aufbewahrungsraum, eine Sanierung stand sowieso an und so nutzte ich die Gelegenheit  um die Wände neu zu verputzen, neue Steckdosen zu verlegen und gleich neue Möbel zu fertigen und den Modellbestand neu aufzuteilen.

Ulfs 6

Ulfs 7

Ulfs 8

Um einen zusätzlichen äußeren Schutz um den Tresor und zu den angrenzenden Möbeln zu gewährleisten, habe ich noch einmal die schon genannten Zementfaserplatten zugeschnitten und dazwischen geschraubt. Siehe das Bild mit den roten Platten

Ulfs 9

 Eine Ablage unter dem Ladegerät vervollständigte meine Sicherungsmaßnahmen ( schwarze Platte ).

Ulfs 10

Ich hoffe dass es nicht zu einem Test meines und Richards Lipo Schrankes kommen muss. Das möchten wir auf jeden Fall vermeiden. Ein gutes Gefühl für Familie und Haus, einen großen Schritt gemacht zu haben bleibt uns…….

Wer noch Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge hat kann mich gerne kontaktieren.  ulf@f-schleppontour.de

Schönes neues Jahr

Ulf Reichmann

 

ZURÜCK ZUR HAUPTSEITE