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Hammersbach, ein schoener Flugplatz

Trainingslager, Punktrichterschulung und Regionalwettbewerb im Segelkunstflug, Hammersbach  April 2010

Nahe Hanau fand zu wiederholten Male eine Kombination aus Training, Schulung und diesmal auch Wettbewerb statt. Dieter Hummel unser Sportreferent im Segelkunstflug organisierte diese Veranstaltung.

Der ausrichtende Verein stellte ein top gepflegtes Gelände zur Verfügung. Die zentrale Lage und die guten Wetterprognosen zogen insgesamt 22 Kunstflieger nach Hammersbach.

B Gespanntes Warten

Alex und ich ( Ulf ) fuhren schon am Freitagnachmittag unsere nur 30 km zum Platz. Da staunten wir nicht schlecht, als schon einige der Teilnehmer mit teilweise aufgebauten Modellen den Schleppern entgegen fieberten. Also schnell den Wohnwagen platziert und die Wilgas aufgebaut. Freies Training stand für alle an. Damit alle ihre Programme mehrfach fliegen können wurde vereinbart, das wie üblich der nächste Schleppzug schon in die Luft geht wenn der zu vor gestartete Segler seine letzten Figuren absolviert. So spart man sich mindestens 1,5 – 2 Minuten pro Flug. Das setzt voraus, das die Schleppmaschinen keine zusätzlichen Kreise für die Landung fliegen und direkt senkrecht absteigen. Auch ein Zurückrollen zum Startpunkt ist da nicht drin!

Landen, stehen bleiben, Motor aus, Segler einhängen, vorletzte Figur abwarten, Motor starten

( selbstverständlich nur mit Anlasser ) und ab geht’s……! Das macht Spaß, da hat der Schlepper mal was zu tun!

Zum Ersten Mal hatte ich meine Wilga mit dem neuen M-Link 2,4 er System geflogen und zusätzlich noch mit verschiedenen Sensoren ausgestattet. Mit 14 Telemetrie Daten welche direkt auf mein Senderdisplay projiziert werden rückte das eigentliche Schleppen in den Hintergrund. So hatten wir alle mal reelle Werte über Steigen / Sinken, Höhe, Drehzahl, Stromverbrauch, max. Strombelastungen der Anlage, Spannung pro Akku, Übertragungsqualität usw.

Da genug Schlepper zur Verfügung standen baute ich auch noch meinen SZD-59 Acro auf und flog auch einmal das Programm der internationalen Klasse. Ich muss sagen es ist doch recht anspruchsvoll, in dem eine gute Raumaufteilung gefordert ist.  Ralf Doll stand mir hilfreich das ganze Wochenende zur Seite. Jeder Flug wurde besser. So ließ ich mich schlussendlich von Ralf Wunder überreden am Sonntag doch mal am Wettbewerb teilzunehmen. Zum Abend kamen dann die Schaumwaffeln zum fliegen, schon beachtlich was da alles fliegt. Auch da ist klar zu sehen wer es drauf hat!

Ein gemeinsames Abendessen vor der Vereinshütte stärkte nochmals die Zusammengehörigkeit.

Am Samstagvormittag hatten die Schiedsrichter Ihre theoretische Weiterbildung, so dass alle wieder unbeschwert trainieren konnten. Mehrere Flüge waren für jeden möglich. Mittags wurde geflogen und gepunktet sowie nachfolgend  sofort diskutiert, so dass alle Punktrichter auf einem Niveau liegen sollten. Klaus Dettmer, ein erfahrener Motorkunstflug Pilot und Walter Kirchler übernahmen dabei die Schirmherrschaft. Zum späten Nachmittag flogen wir dann noch eine bekannte Pflicht ebenfalls mit Bewertung welche anschließend öffentlich gemacht wurde. So konnte man gut sehen wo man in seiner Klasse steht, das ganze in zügiger Abfolge und ohne Stress.

Das hervorragende Wetter beflügelte alle, die Laune war bei 100% angekommen. Nach dem Abendessen verzauberten uns drei Gitarrenspieler und ein Trommler am Lagerfeuer, so sollte das  Hochgefühl vom Tag nicht abreißen. Bis in die späten Abendstunden wurde gesungen, erzählt und wie immer gefachsimpelt.

Am Sonntag wurde wie vereinbart ein Wettbewerb gestartet, in drei Klassen zeigten alle was sie die Tage zuvor gelernt hatten ( oder auch nicht ). Neu war dabei die Einsteigerklasse für die extra ein harmonisches einfaches Programm zusammengestellt wurde. Leider fanden sich nur 2 Teilnehmer in dieser wieder. Sven Treusch und Helge Baum traten gegeneinander an. Mit viel Spaß und Mut flogen beide das erste Mal einen Wettbewerb im Segelkunstflug. Gewonnen hat Helge, herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe das Fieber ist geweckt?

B Michael Bellon jun. mit neuem Design SZD 59

In der Internationalen und-Sportklasse wurde nach DMFV Richtlinien geflogen, erst die bekannte Pflicht, dann eine Unbekannte und zum guten Schluss die Kür.

In der Sportklasse kämpften zum Schluss Ralf Wunder, Ewald Maier und Florian Vogelmann um die Plätze. Überzeugend konnte sich der jüngste Teilnehmer in dieser Klasse behaupten. Herzlichen Glückwunsch und meinen großen Respekt für die fliegerische Leistung!

B Schlepperwechsel

Auch in der Internationalen gab es ein Kopf an Kopf Rennen, auch dort war ein junger Pilot ganz vorne und machte den „Älteren“ das Leben schwer.  Renato Pfeiffer aus der Schweiz und ich mussten sich im ersten Durchgang dem Patric Georg geschlagen geben. Den 2. Durchgang konnte ich mit einem 1000er beenden. Nun sollte die Kür entscheiden. Mir gelang ein, ich hoffe ich darf das sagen,  blitzsauberer Flug. Patric, der Neuling in der Klasse ( liess sich auch überreden in der Internationalen mit zufliegen ) konnte nicht ganz seine Leistung abrufen. Trotzdem war es spannend bis zur Siegerehrung, denn er hatte immerhin 20 Punkte Vorsprung aus den ersten beiden Durchgängen.  Diesmal hat es gereicht. Aber die „jungen Wilden“ kommen und drängen nach Vorne.

 

Vielen Dank den Organisatoren, Schiedsrichtern und Mithelfenden, einen sehr persönlichen  besonderen Dank gebührt Ralf Doll für sein ernsthaftes und professionelles Coaching.

 

Ulf Reichmann 

Ulf goes Acro  1st place

Hammersbach 2010  gut besucht

Musikalische Unterhaltung unter freiem Himmel

Die Punktrichter

SZD 59 von Rafael Rybski

Wohnwagenmeile der Teilnehmer

SZD 59 Ulf Reichmann

Praechtige Kulisse

Sieger der Sportklasse

 

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