AUFWIND Schlepplogo
DSC_5194
IMG_4045

Tragflächenverriegelung selbst gebaut

Wie oft habe ich mich schon geärgert, wenn man seine Flächen am Rumpf  verriegeln möchte und mal wieder nicht das richtige Werkzeug zur Hand hat, was früher mittels Gummibändern miteinander verbunden wurde, braucht bei heutiger Technik schon andere Verbindungen. Oftmals herstellerseitig vorgegeben fragt man sich im Flugalltag, ob sich der Produktentwickler mal selbst am Flugplatz mit der fummeligen Technik auseinandergesetzt hat. Mein Fliegerfreund und –kollege Ulf Reichmann überzeugte mich sofort mit einer preiswerten und zugleich genialen

simplen eigenen Idee. Diese verbaut er bei all seinen Seglern und wer Ulf kennt, weiß, daß seine Modelle etliche G-Kräfte im Flug standhalten müssen. Die Lösung ist ein 2,5mm starker Federstahldraht, der als Bügel in V-Form gebogen an seinen Enden erneut abgewinkelt wird und dabei eine leichte Schränkung nach innen aufweist, so dass ein Hochrutschen des Federstahldrahtes verhindert wird. Gleichzeitig lagert dieser Draht durch seine V-Form auf entsprechendem Zug. Das Ganze ist in Sekunden ein- und wieder ausgehängt. An den Flächenenden werden sogannte D-Locks montiert, welche letztlich den Draht aufnehmen können.

Je nach Modellgröße wählt man einen entsprechenden D-Lock (siehe Abbildung Innendurchmesser in diesem Fall 5mm) aus und bohrt ein Loch mit einem Spiralbohrer mit Zentrieraufsatz und führt diesen in die Wurzelrippen des Modells ein. Der so eingeführte D-Lock spreizt sich im Flächenkern durch das Anziehen einer Imbusschraube. Eine Mutter nebst U-Scheibe fixiert die Schraube vor dem Verdrehen.  Um nun den Federstahldraht oben einführen zu können, bohrt man zuvor den Durchmeser des Drahtes um 0,5 mm größer = 3 mm in den Kopf der Imbusschraube. Die Schraube behält dabei ihre volle Funktion, man kann also stets dieses Schraubverbindung wieder lösen oder auch fester drehen, da der Imbuskopf als solcher erhalten bleibt.

Der Materialaufwand liegt unter EUR 5,00 und wird vielleicht beim jetzt anstehenden

Bauobjekt ein nützliches Helferlein sein können. Auf den Photos erkennt man konkret

die angesprochene mehrfache Biegung des Drahtes sowie die Bohrung in der Imbusschraube und die Abbildung eines D-Locks im eingebauten Zustand. D-Locks sind im Modellbauzubehörhandel in diversen Größen zu erhalten. Nach dem Einbau aller Komponenten sollte ein Test zeigen, ob die Verriegelung auch bei leichtem Händedruck nicht herausspringt. Sofern dies der Fall sein sollte, ist die Schränkung

an den Enden entsprechend leicht nachzukorrigieren.

Die Funktionsweise zusammengefasst:

  • Bügel einseitig einhängen
  • V-Form des Bügels geradedrücken
  • 2. Seite des Bügels einführen
  • Das Verklemmen der beiden Bügel in den Durchgangsbohrungen verhindert
  • ein selbständiges Herausrutschen

Flächenarretierung mittels Federstahldraht

Flächenverbindung mittels D-Lock
[Von Piloten für Piloten] [F-Schleppontour] [Faszination F-Schlepp] [Schleppflugzeuge] [Segelflugzeuge] [Tipps und mehr ...] [Rückblick 2008] [Termine 2009] [Bauberichte] [Impressum] [Pilotenportrait] [Flugberichte]