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F-SchleppOnTour goes Acro …

Das bedarf keiner Worte mehr ...

Hitzeflimmern, heisse Luft, brennende Felder – wir sind inmitten …

Rauchzeichen am Himmel

Deutschlands, ja man glaubt es kaum, aber wir können neben unzähligen Tagen von Schnee und Dauerfrost im letzten Winter auch hochsommerliche Tage genießen.

Briefing am Vormittag

Ulf´s Comeback in die Acroszene des Segelkunstflugs fand ja bereits sehr erfolgreich in Hammersbach beim 2. Regionalwettbewerb statt und an diesem zweiten Juliwochenende traf sich die Segelkunstflugszene  zum 3. Regionalwettbewerb in Euskirchen, an dem ich auch erstmals Segelkunstflugluft schnuppern konnte.

Acrowelt, es macht Spaß bei Euch

Eigentlich war geplant, nach Crailsheim zu fahren, aber die Technik meiner Wilgaakkus machte dies zunichte und so entschloss ich mich kurzerhand, Ulf´s „heissen“ Spuren in die Welt des Segelkunstflugs zu folgen.

Es begann am frühen Freitagnachmittag, ein wahrlich heisser „Wüstenwind“ aus dem südlichen Siebengebirge entfachte nicht nur in uns ein Feuer zu trainieren sondern leider auch die nahegelegenen Kornfelder.

Der Schleppbetrieb musste kurzweilig unterbrochen werden ...

Aber die Mädels und Jungs vom gastgebenen Verein der MFG Euskirchen e.V. verstanden auch dies sehr souverän zu händeln, der Duschcontainer wurde kurzerhand zum Löschcontainer und bis zum Eintreffen der Feuerwehr konnte man so im wahrsten Sinne des Wortes „Schützenhilfe“ leisten.

Der Name auf dem Seitenruder ist bei beiden Programm ...

Nach dieser spektakulären Pause ging es dann aber mit Rainer Büttke´s Swiss Trainer fortan nach oben zum Trainieren. Der Schlagabtausch beim Segelkunstflug ist wahrlich hoch, ein Ausschalten des Seglers war nicht nötig. Wenn ich unten war, war Ulf gerade gestartet und kaum war er oben, ging es für mich schon wieder weiter. Der starke Wind war an dem Tag recht angenehm, er trocknete so manchen Schweißtropfen und das beste war, keiner wusste, ob es Angstschweiß oder einfach an den südlichen Temperaturen lag. Die Reihe der trainierenden Acropiloten wuchs dann mit fortschreitender Tageszeit immer weiter voran und jeder konnte so alle möglichen Figuren am Himmel nochmals üben.

Dieter Hummel blickt zufrieden auf bei der Siegerehrung

Stellt sich die Frage, was hat nun F-Schlepp und Acro gemeinsam ?

Eigentlich vieles, denn ohne F-Schlepp geht schon mal kein Segler nach oben und dann trifft man wieder auf alte Bekannte. Der Wettbewerb selbst ist faszinierend, Kunstflug, - klar, kann jeder von uns, einen Looping, eine Rolle kleiner Überflug und „ratzfatz“ fertig …

Diese Worte kann man getrost vergessen, Kunstflug ist die Kunst zu fliegen und im Segelkunstflug hat man kein Gas zum „retuschieren“ einer verkorksten Figur. Und da gibt´s dann schon wieder Parallelen zum F-Schlepp, denn auch hier ist jeder Fehler sofort erkennbar, aber was rede ich von Fehlern. Fehler machen die, die erst gar nicht mitmachen, denn sie verpassen was.

Ralf Doll bei letzten Startvorbereitungen

Ich habe Ralf Doll (Mentor der Acroszene)  schon im Frühling gesagt, wenn ich irgendwann mal die Lust und die Gelegenheit habe, mitzufliegen und das natürlich erstmal in der Einsteigerklasse, - ja dann kann ich mir ein eigenes Bild von dem machen, was er meint. Die Faszination am Kunstflug, den Spaß zusammen am Flugplatz zu erleben. Kameradschaften untereinander zu pflegen, eine Kür zur eigenen Musik am Himmel zu zelebrieren. Fesseln und gefesselt werden von dem Talent, dem Ehrgeiz und dem Spaß derer, die ein jedes Jahr erneut viele Kilometer durchs Land fahren, um dann abends beim gemeinsamen Bier (oder Cola, sorry) zu sagen: „Das war ein genialer Tag“

Ralf betet nicht nur, er visualisiert die Kunstflugbox

Ja, es war ein tolles Wochenende und beginnen wir mal wieder bei denen, die selbst nicht oder nur kaum an diesen Tagen zum Fliegen kommen und kamen.

Dem MFG Euskirchen e.V., - tolle Arbeit von allen Mädels und Jungs dort, eine tolle Bewirtung, viele schattenspendende Plätzchen, moderate Preise und stets ein offenes Wort für alle offenen Fragen.

 

Dann Ralf Wunder, der obgleich von Rückenschmerzen geprägt, dennoch stets gut gelaunt den Wettbewerb mit Dieter Hummel und allen Beteiligten bestens organisiert hat, nebst seiner Tochter und Frau im Backoffice wohlgemerkt.

Mittagspause im Back-Office bei Ralf Wunder

Und einem Eric Laumann, der nicht nur schleppte sondern auch mit seiner Moderation derartig routiniert das Mikro in die Hand nahm, daß man dachte und denkt, ein kommender Mann für das „Goldene Mikrofon“. Dann Uli Hunschok, der als Schleppkoordinator der Sonne unentwegt ausgesetzt war und dennoch mit gewohnter Geduld und trennscharfen Ansagen das Gespann punktgenau am Himmelszelt koordinierte.

Sven Treusch mit seiner Wilga

Dann allen Schleppern, Sven Treusch, Günther Kiewel, Rainer Büttke, Sven Rüssel Eric Laumann, die hier in der Acroszene wirklich Schwerstarbeit leisten, -denn kaum ist einer oben, ist er auch fast schon wieder unten.

Aber – und genau das trennt die Spreu vom Weizen, hier wird in einer festen Kunstflugbox geflogen, hier wird Kunstflug zelebriert, die Figuren bekommen ähnlich einem Gourmeteisbecher (das passt jetzt am besten zur Jahreszeit) eine Art Sahnehäubchen aufgesetzt. Die Kunst, dann irgendwann so zu fliegen wie die meisten erfahrenen Piloten in dieser Szene ist dann wirklich der Anreiz für Zuschauer und Nachwuchspiloten.

Körpersprache pur, Marcel Rybski ist schon jetzt ein ganz großes Nachwuchstalent - weiter so ... Marcel

Nachwuchspiloten wie Marcel Ribsky, sieben Jahre alt und voller Selbstvertrauen steuert er mit seinem 3 Meter Fox die „bekannte Pflicht“ am Himmel, als sei das alles schon Routine. Florian Vogelmann, Sieger der Sportklasse, - schaut ihn Euch mal an und bildet ein Urteil. Über Nachwuchssorgen an jungen Talenten muss man sich in dieser Wettbewerbsart wenig Sorgen machen.

Der Schleppkoordinator Uli Hunschok unter dem Kühlturm like MB

Aber was ist mit jenen Piloten, die im Heimatverein schon seit Jahren Segelkunstflug betreiben. Warum kommen sie nicht einfach mal zu einem Regionalwettbewerb und da zitiere ich gerne mal Ralf Doll und gebe seine Botschaft weiter. „Schaut Euch auf den offiziellen Segelkunstflugseiten die Programme für Einsteiger an und trainiert ein wenig – alle sind dann herzlich eingeladen, bei einem Trainingstreffen oder einem Regionalwettbewerb mal mitzufliegen. Man braucht dazu keinen 6 Meter Segler und kein Jahrhunderttalent. Die Einsteigerprogramme sind für alle marktüblichen Segler aber der 3 Meter Klasse aufwärts problemlos zu fliegen. Bewertet wird die fliegerische Umsetzung und nicht das Modell am Boden !“

Fliegen unten ohne - so macht der Sommer Spaß

Wörter wie die bekannte und unbekannte Pflicht, einer Kür, einer Kunstflugbox etc. werden dann im Laufe der Zeit Wörter des fliegeralltäglichen Gebrauchs, naja, hoffe ich doch.

Das Fenster oder die Box, in der man „sein Programm“ fliegt ist klar definiert, leider kommt dann noch die berühmte die Geschichte von Theorie und Praxis aber mit ein wenig Fleiss und Ehrgeiz kann sich dort jede/-r entwickeln.

Übrigens, unsere Begeisterung für den F-Schlepp bleibt und beides ist wie schon erwähnt irgendwie doch in vielen Dingen von Gemeinsamkeiten geprägt. Es ist einfach auch schön, sich der Materie Wettbewerb mal auf anderen Gebieten zu stellen. Der positiv denkende Pilot wird denken, das stärkt mein Nervenkostüm und ich kann nur dazulernen. Der negativ denkende Pilot wird vielleicht denken, was soll ich mich da blamieren, womöglich werde ich letzter, da trainiere ich doch lieber noch lange daheim und fliege dann vielleicht irgendwann mal mit.

Ja, wir sind auch acrobegeistert ...

Wie auch immer man denkt, ich kann sagen, es ist keine unlösbare Aufgabe, nun ist der Ehrgeiz geweckt, die Sportklassenluft zu erschnuppern und zu trainieren und einen Teamkollegen wie in meinem Falle den Holger auch mit in den Bann zu ziehen, das Segelkunstflug eine weitere tolle Facette der Fliegerei sein kann.

Wenn er dann auch bald einsteigt, so kann ich mich für die dann noch vielen folgenden  Trainingsschlepps revangieren und wir sind beide Nutzniesser.


Wer also einen Kunstflugsegler sein Eigen nennt und schon immer mit dem Gedanken gespielt hat, mitzufliegen, tut es … - Daheim kennt Euch jeder, fahrt zu den Plätzen der Segelkunstflugszene und sprecht Ralf Doll beispielsweise gerne an. Wie man schon mal gesagt hat: „flame on ..“

Hey, nicht quasseln, lass kacheln die Kiste ..

Ulf und ich hatten also ein wirklich tolles Wochenende fliegerisch geniessen können und ich gratuliere ihm zu seinem zweiten Platz in der internationalen Klasse bei diesem 3. Regionalwettbewerb.

Mario Achilles wurde Dritter in der internationalen Klasse

Rainers Schlepp 134 an diesem Tag ...

Schatten, optimal ausgenutzt

 

Styling ist auch bei Piloten angesagt ...

 

Swift von Patrick Georg

Wir beide danken auf diesem Wege nochmals allen Beteiligten für eine gelungene Veranstaltung und freuen uns auf ein Wiedersehen.

Zaungespraeche

 

Ulf auf dem Weg zum finalen Durchgang

 

Trainingsbetrieb am Freitagabend

Wir beide danken auf diesem Wege nochmals allen Beteiligten für eine gelungene Veranstaltung und freuen uns auf ein Wiedersehen.

Also, bis bald   Euer Ulf und Christoph

 

Ranking Einsteigerklasse       RANKING der Klassen jeweils mit Bildmausklick

Ranking der Sportklasse

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Bodenakrobatik

 

 

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