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Cockpitausbau mit kleinem Budget



Cockpitausbau Steuerknüppel
Ausbau Cockpit ASW15b


Technikspecial

Cockpitausbau mit kleinem Budget

Wer ein schönes Großmodell, egal ob Schlepper oder Segler baut, wird sich irgendwann mit dem Gedanken beschäftigen: Cockpit -  ja oder nein ? – nun, für Scaleliebhaber gibt es nur eine Antwort, die lautet „ja“. Zu einem richtigen Flieger gehört auch ein richtiges Cockpit.  Das es nicht immer das feinste vom Feinsten sein muss, versuche ich mal nachfolgend  aufzuzeigen. Es gilt der Versuch, mit einfachen Mitteln etwas ansprechendes und vorzeigefähiges aufbauen zu können, soll heißen, ein Cockpitausbau zum bezahlbaren Preis. Als Beispiel dient hier das Modell eines Freundes, dessen ASW15b im Maßstab 1:3 vor einigen Wochen seinen Erstflug absolvierte. Bevor es losgeht, sollte man vom entsprechenden manntragenden Original Cockpitbilder über die zahlreichen Bildersuchmaschinen im Internet auswerten und die für sich besten Objekte der Begierde ausdrucken. So steht zunächst einmal mal die Anzahl der Instrumente und deren Bestückung fest. In unserem Beispiel waren es fünf Rundinstrumente, zwei Hebel und ein Steuerknüppel. Bei den Instrumenten wählten wir käuflich zu erwerbende Modelle, die jedoch nicht stumpf auf ein Brett geklebt werden sollten, sondern von hinten im Panel sitzen sollten.

Wir schnitten zunächst aus Sperrholz einen Panelrohling aus, der unsere spätere Rückenwand darstellt. Zunächst zeichneten wir die Positionen ein und mit sogenannten „Forstnerbohrern“, im Baumarkt für wenige Euro zu erhalten, bohrten wir die exakten Durchmesser in diese Platte. Nun war der Weg frei, diese Instrumente von hinten durch das Holz zu bestücken. Wie beim Original in unserer Heimat sollte das Panel mit Leder bezogen werden. Lederreste in allen Farben erhält man beim Polsterer aus der Abfallkiste oder wie in unserem Fall beim großen Internetauktionskaufhaus ebenfalls für wenige Euros, aus dessen Bestand von 1kg Lederresten für EUR 7,00 sicherlich bis zu 20 Cockpits bestückt werden können, mit Kraftkleber fixieren wir das Leder an späteren Panel und kleben dann die Instrumente von hinten ein. Schlußendlich zieren kleine Schräubchen die Instrumente von vorne.

Als Typenschild laminierten wir maßstabsgetreu einen PC-Ausdruck und kleben diesen ebenfalls auf das Panel. Das fertige Panel schrauben wir dann an die Cockpitstirnwand und schlussendlich fehlt uns noch ein Steuerknüppel. Aus einer 6mm Vollaluminiumstange schneidet man zuerst den Stangenkorpus aus, dessen Länge den Abstand zwischen Sitzwannenboden und Pilotenhand bildet. Aus einem 10mm hohlen Messing- oder Alurohr schneidet man dann den eigentlichen Hebel aus, dessen Schaftlänge das Handstück des Piloten bildet. Sobald alles zugeschnitten ist, befüllt man diese mit Silikon und stülpt es über die Aluminiumstange, oben steckt man einen kleine Imbusschraube oder einen kleinen Schalter aus dem Modelleisenbahnbau hinein, dieser stellt entsprechend dem Original die Funkbedienung mittels Ein-/Aus Funktion da. Nach dem Aushärten des Silikons stülpt man exakt über die Handverlaufsfläche etwas Schrumpfschlauch und schweißt diesen ein. Als Ergebnis hält man nun für wenige Cent einen fertigen Steuerknüppel in der Hand. Wir fixierten diesen mit Knetmasse an der Sitzwanne des Seglers. Ummantelt wurde er schlussendlich noch mit einem weiteren Stück Lederrest, passend zum Leder des Panels natürlich. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Gesamtkosten trotz fertiger Instrumente beliefen sich unter EUR 25,00, ein akzeptabler Preis für ein Großseglercockpit im Maßstab 1:3.

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