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Briefing bei Sonnenschein endlich.

Von „Tiefs und Hochs“ konnte man in Brettheim in diesem Jahr wahrlich sprechen.

Geflogen wurde auch bei Regen

Holger und Christoph vom F-SchlepponTour junior Team machten sich nicht nur mit Kamera und Winterkleidung auf die Suche nach Bildern, sondern sie nutzen auch die Zeit, ein paar Gedanken zur diesjährigen internationalen deutschen Meisterschaft zu veröffentlichen. Einen ausführlichen Bericht mit vielen Hintergrundinformationen vor und hinter den Kulissen folgt in der Augustausgabe der Fachzeitschrift AUFWIND.

Wohl selten gab es solche geteilten Nord/Süd Wetterlagen wie zum Zeitpunkt dieser DM.

Während im Norden die Sonne schon zu Wochenbeginn allmählich den so sehnsüchtig erwarteten Sommer einläutete, so durften wir im Süden wahrlich frieren und uns in Regenkleidung hüllen. Wohl jede Regenfront in Deutschland hatte es sich zum Ziel gemacht, Brettheim mindestens einmal zu überqueren, ja wenn nicht sich dort gar einzunisten.

Regenpause

Aus den Worten spürt man sicherlich die Gefühlslage, wenn man 530 Kilometer gen` Süden fährt und in vier möglichen Trainingstagen genau zwei Runden fliegen kann. Natürlich ging es allen anderen genauso und so verlassen wir just hier diese Gefühlsduselei über schlechte Wetterlagen und schreiben auch, daß am Freitag dann endlich auch der Süden endlich von einem Hoch besucht wurde und fortan mit jeder Minute ein jeder die kalten Tage in seinen Gedanken und mit Blick auf wunderschöne Schlepprunden vergessen liess.

F-Schlepp löst Jubeln hervor

Von den einst 74 Teams, wir berichteten ja bereits von der "F-Schlepp Mania" blieben schlussendlich 65 Teams übrig, die sich dem Wettbewerb stellten. Andreas Schupp entschied sich zu einer für alle wohl einvernehmlichen Regelung, nämlich alle Teams zunächst in zwei Durchgängen an den Start gehen zu lassen und den letzten Durchgang auf die dann 50 besten Teams zu beschränken. 

Briefing bei Sonnenschein endlich

Eine durchdachte und sehr sportliche Lösung, denn alle haben sich vor der DM in langen Winterabenden und an "wieder mal" kalten Trainingstagen mit dieser Meisterschaft beschäftigt. Alle Vorbereitungen um ein solches Event wären mit einem Schlag vernichtet, demzufolge eine wirklich faire Lösung.

So startete der erste Wettbewerbstag am Donnerstag mit -  na was wohl ?  Reeegen ! und zwar in allen Bandbreiten, vom Nieselregen über Platzregen bis zum klassischen Schauer - war alles dabei.  Hegte man die Hoffnung, nun klart es auf, kam schon die nächste Front, ja man hatte sich fast schon an den Regen gewöhnt.

Alexander Kirchner vor dem ersten Durchgang

Erstaunlich jedoch, daß alle Teams ohne technische Probleme selbst bei Regenbedigungen flogen oder besser gesagt fliegen mussten, weil es mitten im Durchgang mal wieder anfing zu regnen.

Manch stiller Betrachter mit Regenschirm schüttelte nur den Kopf und zollte uns aber auch Respekt, dann nicht einfach zu sagen, bei solchen Bedingungen treten wir gar nicht erst an.

Dies liess auch Andreas Schupp im Briefing am Tag danach durchklingen und zeigt auch wiederum, mit welchem Ehrgeiz jedes der 65 Teams angereist war.

Armin und Hans Lutz vor dem Start

Die Dichte und das fliegerische Niveau, so dürfen wir gerne Martin Hoffmann zitieren, war selten so hoch wie bei dieser DM 2010. Es gab fast keine Abbrüche auf der Platzrunde und ein jeder konnte feststellen, jedes Team hat sich auf seine Art und Weise verbessert.

Auf gehts

So nutzen im Winter 2009/10 viele die vielen Schneetage wohl auch dazu, ihre Modelle zu verändern, sicherlich waren viele bekannte "Modellgesichter" am Start aber dennoch gab es sehr viel neues und interessantes zu bestaunen.

Christoph Fackeldey beim Motorstart

Der 2,4 Ghz Markt hat den 0,035 Ghz Markt (Zitat von M. Hofmann "Danke Martin, mal wieder so ein Wortwahlklassiker aus Martins Fundus“ zum Thema 35 Mhz) wohl endgültig zum Aussterben verdammt, beim Senderzelt traf man in diesem Jahr kaum noch Piloten, die Wartezeiten der früheren Jahre gehören wohl der Vergangenheit an.

 

Teamarbeit PIRAT tragen Albert Hiemstra und Ralf Doll

Endlich geschafft ...

Auch motortechnisch gab es in 180 Durchgängen sage und schreibe nur eine Zeitverzögerung und das bei thermischen Bedingungen, für die manche Autonmobilhersteller monatelang durch die halbe Welt fahren, um Winter und Sommer in Echtzeit zu testen. In Brettheim gab es diese Bedingungen binnen einer Woche, also kann man dem ganzen auch einen positiven Nutzen abringen.

Volle Konzentration bei Alex Frisch und Ulf Reichmann

Für uns als "Junior Team" lief es sportlich gesehen eigentlich ganz gut, vor allem waren unsere Durchgänge konstant und zwei der drei geflogenen Platzrunden waren wirklich gelungen, was sich nicht nur in den Punkten sondern auch in Anerkennungen der anderen Teams wiederspiegelte.

Genau solche sportlichen Emotionen, nämlich einem eigentlichen Wettbewerbsmitstreiter auch mal Respekt und Anerkennung zum Ausdruck bringen zu können, bilden irgendwie auch inwischen eine Art Säule dieses Wettbewerbs.

Holger Thoennes in Konzentration

Es ist halt schon nervenaufreibend, wenn man mittels zweier Sender in der Hand zwei Flugzeuge da oben mittels Schnur verbunden so auf Kurs halten soll, das diese sich in der Regel ausnahmslos ruhig verhalten. Eine Runde, auf die man einen ganzen Tag lang gewartet hat, in denen tausende Nervenbahnen an ihre Grenzen gelangen, der ganze Focus nur auf ein Gelingen der Runde liegt.

Nur der Mond schaut zu

Mit den Runden waren wir zufrieden, jetzt werden wir die Bausteine danach nochmals aufgreifen, kurioserweise sind es die Punkte, die wir eigentlich dachten zu beherrschen. Aber vielleicht muss man einfach auch diese konzentrierter üben, vielleicht liegt auch zu viel Anspannung auf dem Gelingen der Platzrunde, - hätte, wäre, wenn - das bringt keinen weiter. Also, üben …

Rolf Rausch nicht James Bond

Nun in unseren Augen ist die Platzrunde das Herzstück des Wettbewerbs und schliesslich wird er auch danach benannt, so das der Wunsch von einigen Teilnehmern zu hören war, den Faktor in diesem Bereich mehr zu forcieren. Nun, jeder von den aktiven Teilnehmern wird dazu eine Meinung haben, jeder wird seine Vorlieben haben, bestimmte Eigenschaften im Flug stärker oder schwächer auszuprägen. Wir alle werden sehen, in welche Richtung da Änderungen einfliessen können und ob es Sinn macht, solche vorzunehmen.

Team Uli Hunschok und Ralf Wunder vor dem Ausklinken

Holger und ich baten Andreas Schupp unsere Hilfe bei den "who is who" Photos an und ich darf mal stellvertretend für alle Punktrichter, Ansager und sonstigen Personen, die "fest" mit der Durchführung des Wettbewerbs verbunden sind einen riesigen Respekt zollen. Wenn man selbst dort mal für einige Stunden an einen Ort "gefesselt" ist, spürt man erst, welche Anstregung dahinter steckt und das ist in unseren Augen wohl mehr als nur erwähnenswert.

Deutsche Meister 2010 Thomas Hoechsmann und Karl Berschin

Nach der DM ist … klar kennen wir alle, es hat Spaß gemacht, mit vielen Teilnehmern mal wieder zu "tratschen", seine und andere Leistungen zu analysieren, in der "Flugboxengasse" sich einander zu begegnen, auszutauschen und den Traum nicht aufzugeben, eines Tages die perfekte Runde mit allen Punkten, die wir uns gerne alle selbst geben würden, zu erhalten.

Was bleibt zum Schluß?  Na klar, Lob und Anerkennung für alle, dies diese 37. Int. DM mal wieder zu einem Erfolg geführt haben, sowohl vor als auch hinter den Kulissen. Und natürlich insbesondere den dreien, die auf dem Treppchen standen. Klar hat jeder die Runden vom Siegerteam eines Thomas Höchsmann und Karl Berschin verfolgt und vielleicht hattet Ihr auch ähnliche "offene Münder", als denn so überhaupt kein "Lunker" am Himmel zu sehen war. Aber das ist "F-Schlepp", wenn alle klatschen und Respekt zollen, wenn Neid und Mißgunst zum Glück hier nicht zum Tragen kommen. Respekt für diese tollen Durchgänge auch an Thomas Schelinski und Christoph Kurdzel, die schon oftmals nur ein Zünglein an der Waage noch vom Podestplatz fernhielt. Natürlich auch an Armin und Hans Lutz, deren Erfahrung sie mal wieder zum Erfolg geführt hat.

Und der Nachwuchs ?! - na, nicht die ganz kleinen, die waren auch dabei, aber zum Fliegen sind sie, dann doch noch zu jung, nein wir meinen, die neuen "DM-F-Schlepper" wie Lars Wenckel und Lars Biermann, zum ersten Mal dabei und das mit sichtbarem Efolg und Ehrgeiz.

Oder Maximilian Klein, etliche Male als Zuschauer und Begleiter an den DM´s gesichtet, flog diesmal zum ersten Mal mit und das gleich auf einen wirklich respektablen Platz 24 zusammen mit Heiko Baumgärtner. Klasse Max !

Maximilian Klein konzentriert vor dem Start

Und die Pilotinnen: Saskia Hofmann, ganze 11 Jahre jung, aber schon so routinert im Umgang mit dem Segler, mit Platz 31 eine ganz tolle Leistung, ob es an der Schwester Selina oder an Papa Martin liegt, das fragt sie am besten mal selbst …

Saskia Hofmann und Daniel Woenicker

GOLD für Claudia Zimmer !

Am Festabend erhielt Claudia die goldene Leistungsnadel für Ihre sportlichen Erfolge, eine unglaubliche Leistung,

Claudia Zimmer, ausgezeichnet mit der Goldenen Leistungsnadel

Glückwunsch, Claudia ! (Foto der Ehrung folgt)

Aus über 1000 Photos werden wir nun in der nächsten Zeit die schönsten aussuchen und dann auch veröffentlichen. Gebt uns ein wenig Zeit, eine packende Bilderstory oder Galerie daraus zu machen.

Die anderen Bilder folgen - sind noch im Koffer

Wir haben versucht, mal nicht nur die Modelle in den Focus der Kamera zu verschmelzen sondern vielmehr auch die Emotionen in den Gesichtern der Teams einzufangen. Die Anspannung, die Nervenstärke, vor allem aber den Spaß an der Materie "F-Schlepp", dessen Popularität auch 2010 beliebter denn je zu sein scheint.

Also, wir freuen und alle auf ein Wiedersehen, auf welchem Flugplatz auch immer zuerst …

Gelungenes Showfliegen 2 SZD 59 Markus Boehm und Ulf Reichmann

Holger und Christoph

 

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