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Acrokopf

Projekt Blanic L-13 „E“

HB-Modellbau M 1 : 2,83

Spannweite 5,75 m, Länge 2,97 m

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Anfang des Jahres konnte ich mir bei Heiko Baumgärtner das 1. Modell seines neuen Blanic abholen. Auf der Segelflugmesse 2012 hatte er schon seinen Prototyp als Ausstellungsmodell dabei und faszinierte viele Besucher, so auch mich. Es handelt sich um ein absolutes Scale Modell an dem jeder Niet abgezählt und an der entsprechenden Stelle nachgebildet ist. Die vielen Details und damit verbundene immense Aufwand welcher beim Formenbau umgesetzt wurde sucht seines Gleichens.

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passgenauer Hauptspant und fertig in der Form verpresste

Rahmenverstärkung

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Detailaufnahme von Heiko seinem Prototyp

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Schablonen über Schablonen M 1:1

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eingefräste Nietreihen, absolut Scale 

Es ist nicht nur ein Oldtimer, ein Modell der Extraklasse, für absolute Scale Fans zum Thermik fliegen gedacht, sondern durch die Profilwahl auch für reinen Kunstflug einsetzbar. So soll er es in allen seinen Facetten dem Original gleichtun und seine Freunde finden. Der manntragende Blanic ist eines der meistgebauten Segelflugzeuge der Welt und in seiner Ganzmetallbauweise sehr speziell und einzigartig. Als bekanntestes Gespann ist wohl allen das Blanicx Team von RedBull bekannt. Eine Besonderheit sind die wie beim Original ausfahrbaren Fowlerklappen zu nennen, dadurch lässt sich die Fluggeschwindigkeit stark variieren und den geforderten Flugmanövern anpassen.

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Fowlerklappen im eingefahrenen Zustand

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Fertige Ausfräsungen, Sperrholz verstärkt

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Kulissenführungen für Fowlerklappen

Die Umsetzung der viele Details basiert auf Unterlagen und einem Original, welchen Heiko von einem befreundeten Segelfliegerclun geliehen bekam. Das Modellkonzept basiert auf bewerten Styro/Abachi-Flügel und Leitwerken, welche entsprechend glas und-kohlefaserunterlegt sind,  CNC gefräste Holzteile für das Seitenruder, Sperrholzspanten für die Verstärkungen und Anlenkungen. Hauptspant und Cockpit-Trittplatte sind absolut Scale aus GFK nachgebildet und 100% passgenau gefertigt. Das Seitenruder ist wahlweise abnehmbar gestaltet und innen angelenkt. Eine klappbare Modellschnauze und ein abnehmbarer „Heckbörzel“ verkürzen die Packmaße erheblich. Alles über alles hat der Rumpf eine Länge von 2970 mm und dürfte in einem Mittelklasse Kombi noch gut zu transportieren sein.

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passgenaue Seitenruderanlenkung, 

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    CNC gefräste Bausatzteile demontierbar

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Bodenplatten und Haubenrahmenunterteil

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Heckbörzel

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klappbare Modellspitze mit Verriegelungssystem, Akkurutschen,

Die Flügel werden mit den typischen Randbogen „ Keulen „ ausgeliefert. Diese werde ich aus transporttechnischen Gründen steckbar fertigen, um diese mit Rauchpatronen ausstatten zu können.

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Die für einen Segler sehr umfangreiche Bausatzausstattung

Die Flügellänge beträgt dann noch knapp 2700 mm, bei einer Flächentiefe von 470 mm. Wie immer perfekt gefertigte Hohlkehlen im Höhenruder, in den Querrudern und Fowlerklappen sowie fertig eingebaute oben und unten ausfahrbare Störklappen von Schambeck Modellbau vervollständigen dieses Konzept. Als Steckung ist ein beiliegendes 35 mm Kohlefaserrohr vorgesehen. Fertig ausgefräste Servokästen, Haubenrahmen und passgenaue Bügel sowie eine mehrteilige Klarsichthaube liegen dem sehr umfangreichen Baukasten bei.

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Hohlkehlen Kohlefaserunterlegt

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Das speziell für dieses Modell konstruierte halb einziehbare, gefederte und gebremste Fahrwerk darf nicht fehlen. Auch ein hart gelötetes in Edelstahl gefertigtes und schwenkbares Heckrad ist lieferbar.

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In den letzten Jahren habe ich sehr sehr gute Erfahrungen mit dem Airlift Stecktriebwerk von Airworld-Modellbau gemacht. Auf eine Eigenstartmöglichkeit möchte ich auf keinen Fall verzichten. Deshalb habe ich das neue stärkere Aufsatztriebwerk eingeplant. Dieses ist für Modelle über 20 kg ausgelegt und wird über 2x 5S / 5000er Lipo gespeist.

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Airlift XL

Hier noch einmal der Auslieferungszustand bei HB-Modellbau mit eingebauten Steckungen am Flügel und Leitwerk.

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Die Bausaison kann beginnen

Ab und zu werde ich die Baufortschritte dokumentieren und hier veröffentlichen.

Nun habe ich wieder Zeit gefunden weiter am Projekt Blanik zu arbeiten.

Es galt die extra entwickelten Anlenkungen für Seiten und-Höhenruder zu montieren. Das ist zu meiner vollsten Zufriedenheit gelungen und ist nachfolgend dokumentiert

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Seitenruderanlenkung innen in einem leichten Kunstoffkugellager geführt

Auch die Höhenruderanpassung am Rumpf ist vollbracht, ebenfalls mitgelieferte Ruderhörner hartgelötet an entsprechenden Edelstahlrohren mit Mittellagerung machen einen perfekten Eindruck und sorgen für eine spielfreie Anlenkungen der doch recht gewaltigen Flossen. Die Montage ist denkbar einfach, Heckbörzel nach oben klappen, Höhenruder anstecken und Kugelgelenke einklipsen, den Heckbörzel nach unten klappen… dieser wird mit angebrachten Magneten in der Position gehalten. Fertig!

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Höhenruderanlenkung mit Mittellagerung     

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 Kulissenführung fertig vormontiert

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Perfekt gefertigt Hohlkehlen von HB-Modellbau gehören zur Bausatzausstattung, fertig geschlitzt für die Montage der Aluminiumkulissen. Eingeklebt habe ich diese mit leicht aufschäumenden PU-Kleber.

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Ausgefahrene Klappen

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Gigantische 80mm werden an der Wurzelrippe die Klappen im ausgefahrenen Zustand verriegelt. Hitecservos HS 7954 SH werden zuverlässig diese Aufgabe übernehmen.

 

            • 14 HV Hitecservos stehen zur Montage bereit Die Servos werden auf 180° programiert um den gigantischen Weg von 80mm zu realisieren
  • Aluminium Servohebel für die Fowlerklappensteuerung sind obligatorisch

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Doppelte Ruderhebel!

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Die Ruderhebel sind fertig eingelassen. Diese klebe ich erst nach der Oberflächenbearbeitug ein. Dadurch stören diese nicht bei den Schleifarbeiten. Doppelte Hebel sorgen für eine gute Krafteinleitung in die Querruder, 38mm vom Kugelgelenk bis zur Drehachse sollte schon sein!

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Die Randkeulen vor der Verklebung innen sind diese schon für die Aufnahme der Rauchpatronen verstärkt

  • Ab und zu werde ich die Baufortschritte weiter dokumentieren und hier veröffentlichen.

Update  März 2014

Nun sind wieder ein paar Wochen vergangen und es gibt wieder Neues zu berichten was ich auch in Bildern festgehalten habe.

Das Höhenruder ist nun mit Trimmklappen versehen, welche ich ebenfalls noch in Hohlkehle ausgeführt habe, diese werden starr montiert.

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Höhenruder mit Trimmklappen

Alle Ruderklappen sind auch im Original mit Stoff /Seide bespannt, so auch bei meinem Modell. Um die Rippen zu imitieren habe ich vor dem bespannen diese durch aufgeklebte Streifen dargestellt.

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Fowlerklappen vor dem Bespannen

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Mit Oracover Seide fertig bespannt

Nun ging es wieder mal an den Bau von den Lackierständern. Diese habe ich schon bei allen meinem Modellen genutzt und müssen nur ein wenig auf die neuen Maße geändert werden, so gibt es keine Druckstellen beim bearbeiten. Weiterhin kann man alle Seiten auf ein Mal füllern und lackieren und verhindert so manch entstandene Nase.

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Die immer wieder benutzten Bearbeitungsständer

Wie bei allen meinen Modellen lackierte ich direkt auf das sauber geschliffen Holz ohne vorher Papier, Seide oder andere Materialien aufzubringen. Nach dem ersten Füllerauftrag beginnt die Schleifarbeit, auf den angefertigten Ständern mit einem Festo Exenterschleifer inkl. Absaugung ist das aber recht zügig abgeschlossen. Das ganze Prozedere wiederhole ich 3 Mal und schleife beim 1. und 2. Mal immer wieder fast bis auf die Holzfasern. Nur beim 3 Füllerschliff darf auf keinen Fall durchgeschliffen werden!

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Teilschliff bis auf die harten Holzfasern nach dem 1. Füllerauftrag

Während dem mehrtägigen Trocknungsprozess hatte ich wieder Zeit mich um die Restarbeiten am Rumpf sprich der Kabinenhaube zu kümmern, dort habe ich anlehnend an das Original Hauben- Scharniere gefertigt.

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Fertige Haubenscharniere

Nachdem alle Haubenrahmenabdeckungen aus 0,8mm Sperrholzstreifen zugeschnitten waren begann das mühsame bohren und gewindeschneiden der 1.6mm Schrauben.

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Haubenrahmen-Abdeckstreifen aus Sperrholz

Weiterhin ist noch eine vorne an der Rumpfspitze sitzenden Lüftungsklappe angefertigt worden

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Nachgebildete Lüftungsklappe

Selbstverständlich sollten originalgetreue Schiebefenster hergestellt und montiert werden. Diese fertigt aus dem Resten des Haubenzuschnittes und befestigte diese ebenfalls mit 1,6er M-Schrauben.

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Schiebefenster

Zum Schluss musste noch eine geeignete Hauben-Verriegelung ausgedacht werden, anlehnend an die originale Verriegelung dienen dazu 2 Hebel welche über die offenen Schiebefenster leicht bedient werden können.

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Haubenverriegelung noch im Rohzustand

 

Nun ging es an die Endmontage, an viele Meter Kabel verlegen und Stecker und Übergänge löten.

Die Antriebsteuerung war schnell eingebaut und mit dem 150 A Strom-Sensor und Antiflsh bestückt. Die wirklich Scale aufgebauten und im Baukasten enthaltenen Bodenplatten versteifen die Rumpfkeule noch einmal erheblich und verleihen diesen zusätzliche Torsionssteifigkeit.

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Scale Bodenplatten

Als ein Highlight zu bezeichnen ist es immer wieder für mich das Modell das erste Mal komplett aufgebaut zu betrachten, mit den ersten Logos versehen gibt es doch seine wahre Größe preis.

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Die ersten Logos sind aufgebracht

Das große Aufstecktriebwerk von Airwold-Modellbau verleiht dem Modell ordentlich Vortrieb und einen Steigleistung von ca. 4 m/s, die Komponenten bestehen aus einem Hacker Motor

C50-13 XL mit Getriebe 6,7:1 Glider Competition, 2x MPX Li Batt 5/1-5000er sowie einem Master Spin PRO Opto 99 Regler.

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Das fertig montierte Aufstecktriebwerk

Die heiße Phase der Fowler-Klappen, der Querruder und Störklappenmontage und deren Anlenkungen hatte begonnen. Da kam sogar das Abendessen an den Bautisch, hier einmal ein großes Dankeschön an die Familie für die Unterstützung.

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Abendessen am Bautisch

 

Das 2. Mal an der frischen Luft, Stoßdämpfertest, Flächenverriegelung herstellen sowie das auswiegen des Schwerpunktes standen auf der Tagesordnung.

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Fotoshooting die 2.

 

Zur rechten Zeit wurde auch der passende Pilot geliefert, Hannelore und Axel Pfannmüller persönlich brachten das wieder hervorragend gefertigt Kunstwerk zur Sitzprobe. Einen lieben Dank für den besonderen Service. Die Instrumente kamen schon einige Wochen vorher per Post. So konnte das Cockpit recht schnell und detailgetreu hergestellt werden.

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Ein „Axel Pilot“ ist für mich ein Muss!

 

Die wie im Original gefertigte klappbare Nase lässt den Akkuwechsel leicht bewerkstelligen.

2 Visitenkarten-Zips halten die Nase in Position und stützen das untere Scharnier.

 

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Die sehr praktische klappbare Modellnase zum einfachen Akkuwechsel.

 

Ein wenig Programmierarbeit gehört zu so einem Modell natürlich dazu. Mit dem MPX Launger lassen sich der Empfänger und die eingesetzten Sensoren leicht auf meine Bedürfnisse einstellen.

 

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Mit dem MPX Launcher leicht zu programmieren.

 

Das Cockpit nimmt Formen an, die Pilotenpuppe und der hintere Sitz wurden mit professionellem Gurtzeug aus dem Hause www.BK-modelltechnik.de bestückt. Ein Besuch auf dieser Webseite ist sehr zu empfehlen! Danke für Eure Mithilfe und Maßarbeit.

 

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Professionelles Gurtzeug aus Aluminium gefräst, mit Schnallen und imitierten Nähten von   Gerhard Birkl & Matthias Kerstan

 

Der Erstflug ließ nicht lange auf sich warten, nach einem Reichweiten und-Funktionstest startete ich gleich mit dem Aufstecktriebwerk. Zuvor wurden diese schönen Bilder geschossen.

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 Vor dem Erstflug

Die Fowlerklappen funktionieren wie beim Original. Sie fahren an der Wurzelrippe 80mm heraus und tragen zu einer erheblichen Auftriebserhöhung bei und verlangsamen den Kreis und-Landeanflug erheblich. Man muss es einfach mal gesehen und gespürt haben!

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Fowlerklappendetail

Ein außergewöhnliches Modell mit kaum zu übertreffenden Details. Die Flugleistungen sind hervorragend. Schnelle Überflüge und Kunstflug gelingen durch die sportliche  Profilauswahl spielend. Die Fowlerklappen erfüllen 100 prozentig ihren Zweck und unterstützen den Langsamflug zur vollsten Zufriedenheit des stolzen Piloten.

Danke an Heiko Baumgärtner www.HB-Modellbau.de  für ein solch hervorragendes Modell.

 

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Der stolze Besitzer nach den ersten Flügen auf dem Heimatverein Niedermittlau.

Hier noch eine Zusammenfassung der Modelldaten und eingesetzten Komponenten.

Modell:    Blanik L-13

Maßstab:   1:2,83

Spannweite:   5,75

Gewicht:   23,8 kg Segler

Hersteller:   HB-Modellbau ( Heiko Baumgärtner )

Fernsteuerung:  M-Link Multiplex Royal Pro 16 / RX-16 DR Pro

Servos:   14x 7,4 V Hitec HS-7954 SH und HS-5585MH

eingesetzte Sensoren: Strom-Sensor 150A ( Triebwerk )

    Strom-Sensor 35A ( Empfangsanlage )

    Spannungs-Sensor ( Empfangsanlage )

    Temperatur-Sensor ( Regler und Motor )

    Vario / Altimeter ( Höhe, Fallen Steigen )

    •   GPS-Sensor  ( Geschwindigkeit, max. Geschwindigkeit)
        • Datenlogger, 2x MULTIswitch Flexx für Rauchpatronen und Bengalzündung
  • Triebwerk:    Airlift, Aufstecktriebwerk Airworld (groß)
        • Hacker Motor C50-13 XL mit Getriebe 6,7:1 Glider Competition,
  • Akku Antrieb:  2x MPX Li Batt 5/1-5000er

Akku Empfänger:  2x MPX Li Batt 2/1-3200er

 

Blanik L-13 Sensorbelegung

 

Blanik Sensorbelegung 09.04.2014

0

Empfänger Spannung

V                        

1

Vario -Sensor

 

m                 Alarm 500m

2

Vario –Sensor Steigen / Fallen

 

m/s

 

3

Vario – Sensor Höhe max.

 

m

 

 

 

 

 

4

6200 mAh    Alarm 1500 mAh

5

A -Sensor Strom max.

A                  Alarm 8 A

6

150er A –Sensor Antriebsakku momentan Strom

A                  Alarm 75 A

7

150er A –Sensor Antriebsakku Rückzählung

5000 mAh    Alarm  960 mAh

8

°C – Sensor T1 Motor

°C                 Alarm 80 °C

 9       

°C – Sensor T1 Regler

°C max.         Alarm 70 °C

10

V-Sensor Akku 1

V                  Alarm 6,4 V

11

V-Sensor Akku 2

V                  Alarm 6,4 V

12

GPS -Sensor moment. Geschwindigkeit

km / h

13

GPS –Sensor max. Geschwindigkeit

Km / h          

14

Empfänger LQI

%

15

A-Sensor Strom momentan Wert

(Überlast Empfänger)

A                  Alarm 8 A

 

 

 

 

Ulf Reichmann

 

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