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Acrokopf

14. Internationale Deutsche Meisterschaft Acro Segelkunstflug

Nachdem mein Bericht für die AUFWIND 6/2011 fertig ist und meine Begeisterung für diese Meisterschaft mich noch immer fesselt, versuche ich das ganze mal etwas „teilnehmerinterner“ aus meiner persönlichen Sichtweise zu beschreiben. Die Fotos geben vielleicht ein wenig die Highlights dieser Veranstaltung wieder, wenn nicht,  mag dem nachfolgenden Text dies gelingen ...

AUFWIND Teilnehmerfeld der 14. Int. DM Acro Segelkunstflug mit 3 Nationen

Wenn über 60 Teilnehmer sich anmelden und Fachreferent Dieter Hummel von einem neuen Rekord schwärmt, wenn Andi und Tim Schaerer einen Synchronkunstflug par excellence beim Abendessen zelebrierern und damit die Schwäbische Alb in Rauch einhüllen, wenn man einen Weltklassepiloten wie Gernot Bruckmann mehrfach am Tag mit seiner Yak Figuren fliegen sieht, die nur wenige Piloten überhaupt nachvollziehen können, wenn Eric Laumann moderiert und keiner einen Thomas Gottschalk dabei vermisst, dann ist man – ja nicht im siebten Himmel, sondern bei einer Internationalen DM im Acro Segelflug und dabei heuer in Hülben.

FASST immer alles in die richtigen Worte, einfach göttlisch

Wer jetzt immer noch überlegt, eines Tages auch mal in die Segelkunstflugszene einzusteigen, dem sei empfohlen, es baldigst zu tun, denn mehr geht nicht – Argumente      wie ein manntragender Flugplatz und die topografische Lage nahe der Burg Teck waren weitere Reize, die jeder Teilnehmer zu schätzen aber auch zu erfliegen wusste und musste.

Aber der Reihe nach …

Begonnen hatte alles am Mittwoch, dem Tag der Anreise, Camparea beziehen, welche perfekt nummeriert waren analog dazu die vielen Hinweise zuvor auf der eigens dafür eingerichteten homepage unter

 http://www.mfg-neckartailfingen.de/dm2011/dm2011.htm

 

Und das Lob muss man auch in Sachen Organisation und Catering weitergeben, das muss erstmal bewältigt werden und Holger Treyz sagte mir, etwa 20 Mitglieder der Fliegergruppe Hülben und der MFGNeckartailfingen arbeiten gemeinsam tagtäglich dafür. 

Alles im Griff sagt sich Willy Treyz

Bereits am Trainingstag war die Startertafel „full house“ und ließ erahnen, welche Qualität dieser Bewerb bekommen sollte.

Die Schwäbische Alb zeigte sich beim Training von seiner Sonnenseite mit hochsommerlichen Temperaturen bis zu 34 Grad und das auf 722 Meter Seehöhe – am Tag danach gesellte sich zwar angenehmer Wind dazu, jedoch zeigte das Lehrbuch der Leewalzen und thermischen Bedingungen alle Kapitel auf und kaum ein Schlepp-Pilot als auch Wettbewerbsflieger wurde verschont.

Manntragende Flugplätze kennen lange Wege ...

Markus Böhm beschrieb es sehr treffend durch seinen Satz, wenn man diesen Wind in Rauch hüllt, dann wäre unsere Start- und Landebahn eine große Spirale, die es zu beherrschen galt. Ich darf vorwegnehmen, es gab dabei kaum Materialschäden und wenn waren diese allesamt vor Ort zu beheben.

Eyye raus hier, das ist jetzt mein Platz

soo geht doch, Haube zu und ab gehts ...

Sei nicht traurig, mein Papa Markus passt auf Dich auf

Wenn Luft nicht trägt, dann fällt der Segler und ein Kunstflugsegler sollte zumindest in der Pflicht alle Figuren fliegen oder besser dessen Pilot, - was er aber gerade in den ersten Durchgängen nicht tat, - man konnte in der Tat zusehen, wie das Modell wie ein nasser Sack  fiel. Nach vier von sieben Figuren war in der Regel Schluss und an der Flightline wurden schon Wetten abgeschlossen, wie viele Figuren der Kollege danach vollendet oder auch nicht …

Die Schwäbische Alb kann auch anders

Irgendwie hat sich aber jeder damit arrangiert und durch die Wechselfolge in der Starterliste hatte eben jeder mal Glück oder Pech mit diesen Bedingungen.

Der zweite Tag zeigte jedoch, das man aus einem Hochsommer in nur einer Nacht auch einen kühlen Herbsttag mit gerade einmal 8 Grad zaubern kann, - die ersten Starts konnten erst aufgrund der tiefen Wolkendecke gegen 12.00 Uhr gemacht werden und ich selbst entschloß mich, das Programm kurz und knackig zu fliegen, -besser eine sichere Runde und alles geflogen, als Bilderbuchstrecken und danach

in der nächsten Figur höhenbedingt zu verrecken …

Der eine fliegt, der andere sagt an ..

Aber alles leichter gesagt als getan, wie oft hat man einen Plan und beim Flug macht man dann doch eben etwas anderes, - wie habe ich mich über meine Nachtrimmung im Schlepp geärgert, das nachträgliche Korrigieren sieht man natürlich und für Wellenflugbahnen gibt es beim Segelkunstflug recht wenig Punkte, eher Mitleid.

Ich selbst habe Marc Zimmer angesagt und umgekehrt, es macht in jedem Falle Sinn sich zuvor abzusprechen, wie es jeder gerne hätte. Es hat sehr gut funktioniert und man lernt sich dabei aufeinander abzustimmen, ähnlich wie ein Rallyebeifahrer seinem Fahrer die nächsten Kurven ansagt.

Die Mitte ist genau da ...

Mit Spannung haben wir die unbekannten Pflichten erwartet und ich selbst war begeistert von dem Programm, flüssige Figuren und was ich jetzt erzähle, kennt wohl jeder von den Teilnehmern. Da schaust Du Deinem Mitbewerber zu und denkst, die Rampe -  „viel zu langsam, was macht der da…“ – und kaum ist man selbst dran, genau der gleiche Mist und das fatale bei diesem Wettbewerb wie auch beim F-Schlepp ist halt die Tatsache, - im Ansatz verbockt war es das für diese Figur.

Es gibt halt keine Esc-Taste oder F5, um das nochmals zu fliegen, es bringt auch nichts den Punktrichtern zuzurufen „ääh, eigentlich kann ich das viel besser …“

Die Punktrichteroase unter den Schirmen

Ja, die lieben Punktichter, ihren Augen entgeht nichts und neben dem neuen Oberpunktrichter Andreas Buch (Glückwunsch, Andreas!) waren auch noch Paul Rudolf (CH), Wolfgang Retschützegger (A), Reinhard Melz, Karl-Heinz,  Ingolf Spende, Willi Treyz (alle D) mit gewohnt vollem Einsatz dabei.

Der Regen geht, die Sonne kommt ...

Marc flog mal wieder nicht nur Schleppeinsätze sondern auch aktiv mit ebenso wie Rainer Büttke, - find ich immer beeindruckend, während wir die Figuren studieren schaut Marc da mal später herein und fliegt dann eine Unbekannte nach der anderen, als hätte er nie was anderes gemacht, - aber vielleicht lag es auch am

Ansager, Coach, Mentor … egal, sein Podestplatz beweist, da ist einer auf dem rechten Weg, bald ganz oben zu stehen, was im übrigen nach Durchgang 1 auch der Fall war. Aber abgerechnet wird am Ende und bei solcher Teilnehmerdichte und erfahrenen Piloten aus Österreich und der Schweiz bin auch ich mit Rang 12 zufrieden. War ich nach dem 4. Durchgang ein wenig über meine eigene Flugkunst oder besser Unfähigkeit gefrustet, so freute ich mich um so mehr über einen Platz unter den TOP10 in meiner Kür. Das gute Baustellenflatterband war vielleicht nicht ganz sehenswert (Rauch ist bestellt) aber wenn ich das noch gehabt hätte, wäre ich gar weit nach oben geschnellt in die Liga der Kürflieger. Und am Trudeln arbeite ich auch noch, - versprochen Ingolf! Es sind weniger die Punkte sondern das Lob einiger Kameraden und Kameradinnen, die einen dafür loben und das „verleiht einem dann Flügel“, ja so einfach kann das sein!

Die Kür ist ohnehin das Highlight auch in diesem Jahr gewesen, bei perfekten Wetterbedingungen am Sonntag – übrigens klasse Entscheidung von Ralf Doll und Eric Laumann, die Unbekannte Nummer 2 vorzuziehen – begann Ralf Wunder pünktlich um neun Uhr als erster Starter und setzte eindrucksvolle Rauchzeichen am Himmel, dieses Kinoprogramm zog sich bis weit in den Mittag hinein und gute Laune war somit Programm …

Bericht aus Hülben 2011 14. Int. Acro DM

Macka, Macka

Gute Laune ist bei Martin Knasmiller keine Unbekannte#

ACRO TV ist immer vor Ort   mit Patrick Georg

Rauchzeichen

Ruhezone oder Lästerzone, sucht sich jeder selbst aus

Na, die Ergebnisse kennt Ihr ja alle, die Ihr vor Ort gewesen seid, die anderen können es den Onlineliste entnehmen, entweder auf der offiziellen Homepage des DMFV oder eben der eigenen von Holger Treyz und wenn dort noch nichts steht, dann war ich zu schnell oder die anderen zu langsam ...

Jugendwertung

Sportklasse

Internationale Klasse

CONTEST Sieger SPORT

CONTEST Sieger International

DETAILERGEBNISSE AUF DER OFFIZIELLEN HOMEPAGE DES FACHREFERENTEN DIETER HUMMEL BEIM DMFV

Noch Zuschauer, im nächsten Jahr AcroSegelflieger

Was mir sonst noch aufgefallen ist ….

Das Mario Müller mit seinem neuen CIRRUS K von Gromotec perfekt klar kam.

Das Dominik Georg mit seiner Eigenbau MÜ 28 ein tolles Paket geschnürt hat.

Patrick Georg mit der MÜ28 seines Bruders Dominik

Das Markus Böhm die Macka als Gastflieger bewegte, als wäre es schon immer seine, der Flieger ist in jedem Falle ein Hingucker, so eine Mischung aus LO100 und Weihe und sprechen tut man den Namen so (Maaaaaatzschkar)

Gernot Bruckmann Int. Deutscher Meister 2011 Int. Klasse

Das Eric Laumann als Wettbewerbsleiter und Ralf Doll als Koordinator einen tollen Job gemacht haben.

Und action

Das unsere Freunde aus Österreich und der Schweiz einen tollen Fanclub dabei hatten und deren Gemeinschaftssinn länderübergreifend war.

Das Andi und Tim Schaerer einen genialen Synchronflug zeigten.

Das die Fliegergruppe Hülben tolle Gastgeber waren.

Das die Schleppergilde einen tollen Job gemacht hat und die Schweizer Kameraden ebenfalls gut unterstützten.

Svent Reusch hatte viel zu tun

Das Stephan Weitz zu seiner Musikkür knallhart fliegen musste.

Das Michael Müsel es in der Kür richtig qualmen liess und sich damit einen Traum erfüllte.

Gelungene Kür von Michael Müsel

 

Das Kevin Kempf fortan dem Acrofliegen verfallen ist.

Das Alex Frisch nunmehr auch Mountainbiker ist.

Das Heinz-Robert Früh und drei weitere Piloten noch lange Antennen fliegen.

Das Kevin Rupnig der jüngste Teilnehmer mit 8 Jahren war und super flog.

Kevin Rupnig und sein Vater Rene

 

Das Heribert Rentsch wieder tolle Livemusik am Abend präsentierte.

Das Hendrik Spende mich in die Geheimnisse des „Turnens“ einweihte.

Das Gernot Bruckmann einen Nachtflug mit seiner YAK zeigte.

Das die Länder Österreich und Schweiz die Segelkunstflugszene mächtig bereichert haben und auf dieser Int. DM auch klar beherrschten.

Das die deutschen Piloten trainieren was das Zeug hält und der Nachwuchs kommt und im Jahr 2012 schon gar 2 Neueinsteiger aus meinem Umfeld hinzukommen.

Das die Szene Acro Segelkunstflug wächst und deren Teamgeist weit über die Landesgrenzen hinaus immer mehr Anhänger findet.

Das Du, der das gerade liest, entweder schon mitfliegt oder es 2012 aber machen solltest.

 

Erzählen wird man noch lange von dieser DM, nehmt die guten Erinnerungen mit und lasst diese in neue Projekte einfließen.

Christoph Fackeldey

Noch Interesse an weiteren Bildern, o.k. - kommt, einfach runterscrollen - übrigens beim Wackeln der “Maus” auf dem Foto gibt´s noch eine kleine Beschreibung dazu sozusagen die Sprechblase des Fotos ...

Achtung Flugplatz breeemsen

Der Fox der Schaerers von unten

Die Figuren sind zum Anbeissen

Die Macka will fliegen, aber erst nach links schauen

Ein wenig Spaß bevor es gleich losgeht

Es gibt Aufnahmen, da braucht es keinen Text

Fliegen wir halt unter den Wolkengrenze

Geht nichts über lackierte Flächen ...

Hans Wallner trägt die Macka von Gernot Bruckmann

Ingolf Spende bei der Arbeit mit seinem Schriftführer

Kasallah, that´s it

Luft für Hartmut Schuermann

Marc nimmt Nachhilfe beim Acrofahren, der Ehrgeiz ist erkennbar

Stall

Starke Konzentration bei Robert Früh

Synchroneinlagen vom feinsten

Timo Hehr vom MFC Bornheim

Was für ein Lepo, den hätte er auch gerne später

 

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